… aus dem Leben einer Fairy

Katzenlady

Vor einem Jahr, einem Monat und einem Tag ist mein Kater Kimba gestorben – und ich fühlte mich so leer und ohne Freund. Ja, ich glaube in dieser Zeit wurde mir klar, dass ich durch die 17 Jahre mit Kimba definitiv zu einer Crazy CAT Lady geworden bin.

Nie wieder würde ich mich richtig vollständig fühlen ohne Schnurren. Ohne Katzenstreupeeling unter den Füßen, ohne Fusselbürste im Anschlag, ohne Katzenfuttergeruch in der Wohnung, ohne freudiges Mietzen wenn ich heim komme, ohne beleidigte Katze nach dem Urlaub.

Ich brauchte eine Katze.

Die Züchterin sah das anders – sie meinte ich brauche zwei Katzen. Na gut, dann brauchte ich eben zwei Katzen.

Und so zogen im Mai die Damen Prinzessin Vanilla und Queen Saphira bei uns ein.

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Typisch Ich

Ihr Lieben,

seit Dezember gehe ich wieder ins Nagelstudio (also für die Fingernägel, gell?) und es ist einfach unglaublich, was es da alles so für Muster und Farben gibt. Es hat den Vorteil, dass es bei meiner Praxis um die Ecke ist und zudem ist es noch günstig. Ich war früher bei einer Bekannten im Studio (so vor 10 Jahren) und da wurde gequatscht, geraucht, Kaffee getrunken – ach, man fühlte sich wie daheim. Aber mittlerweile ist mir das zu weit weg und es war auch immer recht teuer.

Das „neue“ Studio ist anders. Es arbeiten dort circa fünf bis 10 vietnamesische Mitarbeiter und die machen ihre Sache recht gut. Deutsch können sie nicht wirklich, aber „Farbe“, „French“, „Gel“, und „Glitzer“ sind die Worte, mit denen sie was anfangen können.

Interessant ist die Situation, die daraus immer entsteht. Es sitzen die 5-10 Mitarbeiter vor 5-10 Damen, die alle gebannt und schweigend auf ihre Hände starren. Die Mitarbeiter unterhalten sich angeregt und man versteht maximal Bruchteile wie „Glitzer“ 😉 Aber innerhalb von 40-50 Minuten geht man mit schönen Nägeln raus und versteht wieder was 🙂

Gestern war ich wieder dort. Und ich hab mir vorher überlegt, definitiv ganz dezent die Nägel machen zu lassen. In zartem rosé oder Babyboom oder so.

Und das erkläre ich dann auch.

Und der Mitarbeiter fragt: „mit Glitzer?“ Und ich „Ja, ein bisschen!“ Und dann passierte wieder das was mir dort immer passiert.

Er fragt: „So ok?“

Und ich „bisschen mehr Glitzer!“

Und er „so ok?“

Und ich „Machen Sie ruhig richtig viel Glitzer“ – und wie immer gehe ich glücklich mit glitzernden Fingernägeln nach Hause 🙂

…hat mich die Lust zu bloggen endgültig verlassen.

Dafür habe ich viel auf Instagram gepostet, war auch ab und zu etwas bei Facebook aktiv. Aber so richtig zum Schreiben kam ich nicht mehr. Ist ja auch ok. Wenn man nichts zu bloggen hat, kann man es ja auch lassen.

Nun ist Instagram seit einer Weile aber auch nicht mehr das was es mal war. Viel Werbung, komische Logarithmen was einem angezeigt wird. Ich bin da nicht mehr so richtig glücklich. Facebook ist auch nicht so meins…

Also back to the roots. Ich schaue öfter mal wieder bei Twitter vorbei und spüre in mich rein, ob ich wieder Spaß am bloggen finde.

Fotos kann ich ja auch hier posten 😉

Keine Ahnung ob noch jemand meinen Blog liest, aber ich fühle mich besser und ehrlicher dabei als bei Instagram.

Immer mal wieder…

….habe ich in den letzten Monaten daran gedacht, einfach etwas zu schreiben. 

Wenigstens ein paar Zeilen.

Wenigstens ein Foto hochladen.

Aber ich war einfach wie gelähmt. Nicht mal, dass ich nichts zu schreiben gewusst hätte. 

Ich hatte nicht mal Lust, an die Dinge zu denken, die ich so hätte schreiben können…

Zum Beispiel vom Wasserschaden in meiner Praxis kurz vor der Eröffnung. Dass ich seitdem bei einer Freundin arbeite, weil sich die Renovierung hinzieht. Das ganze juristische Theater mit der Küchenfirma, die den Schaden durch einen Montagefehler verursacht hat. Dass ich trotzdem die Miete weiterzahlen muss. Und die Einlagerung meiner Möbel. Und alle anderen laufenden Kosten. Und natürlich die Miete bei der Freundin in der Praxis. Dass die Renovierungsfirma jetzt alles in der falschen Farbe gestrichen hat.

Dass Anfang des Jahres nach 17 gemeinsamen Jahren mein geliebter Kater Kimba gestorben ist. In meinen Armen, einfach so. Den ich so sehr vermisse.


Dass ich immernoch nicht allein (ohne Gehhilfe) laufen kann. Seit einem Jahr jetzt schon. Dass ich immernoch unter Schmerzen und Gangunsicherheit leide und die Ärzte auch keinen Plan haben. 

Sicher gibt es auch immer viel Schönes. Gutes Essen (gerade nach Paleo), 

kleine Fortschritte, Renovierungsende in Sicht, ich konnte trotz allem arbeiten und es macht richtig Spaß, ich habe viele Schals gestrickt…


Ich will also nicht jammern. Es könnte alles schlimmer sein. Aber doof gelaufen ist es schon. 

Und ich bin dankbar für die Menschen, die mir in dieser nicht ganz so schönen Zeit zur Seite standen und stehen.

Ja, ich habe wirklich lange nichts geschrieben, es hat für mich die letzte Zeit einfach nicht gepasst. Ich hoffe euch ist es besser ergangen als mir. 

Im Mittelalter

Ihr Lieben,

wieder neigt sich ein schönes Mittelalterwochenende im DFG in Saarbrücken dem Ende zu. Auch dieses Jahr gab es ein Motto „Indien“ – wobei das Motto meiner Meinung nach auch dieses Jahr nicht so wahnsinnig viel mit der Veranstaltung zu tun hatte. Finde ich aber auch nicht schlimm und von mir aus könnte man die Motti (ist das der korrekte Plural? – egal!) grundsätzlich weglassen. 

Es gab wieder jede Menge zu sehen, von Orks über Bettler bis hin zu Drachen (leider hatte unsere kleine Maus eine intensiv schreckhafte Drachenerfahrung als sie sich wahnsinnig über die Drachen freute und daraufhin einer davon auf sie zukam um sie zu begrüßen :-/ aber sie hat es schon gut verarbeitet). Es gab wieder jede Menge zu essen, zu trinken und zu hören (Lesungen (Steampunk, Fantasy, Kochbücher), Musik und Konzerte – Freitag war beispielsweise Feuerschwanz da, Samstag glaube ich Letzte Instanz). 

Alles in allem war es wieder bunt, lecker, schön und aufregend, der Freitag ohne Kind war schon wesentlich entspannter als der Sonntag mit Kind. 

Baumwipfelpfad

Ihr Lieben,

hier an der Saarschleife hat gestern ein Baumwipfelpfad eröffnet und den haben wir heute mal getestet.

Der Pfad ist sehr schön gestaltet und toll integriert in den Rest der Saarschleife und das Atrium an der Cloef. Alles ist sehr holzig, auch für Kinder interessant und sogar barrierefrei. Wirklich sehr schön.

Der Aussichtsturm, den man optional besteigen kann, bietet einen Wahnsinnsblick über die Bäume, die Saarschleife und die ganze Umgebung. Schwindelfrei zu sein ist hier von Vorteil, denn das Konstrukt bewegt sich sanft mit dem Wind bzw je nach Besucherzahl. Auf der Plattform stand ein muskulöser junger Mann mit vielen Tätowierungen und einem tollen Bart, der offenbar nicht schwindelfrei war. Vergeblich versuchte er, ein Selfie mit entspanntem Gesichtsausdruck zu erstellen. Sehr knuffig. 

Als unser Fairykind dann noch einen Kindergartenkollegen traf und wir uns dann gemeinsam in der Gastronomie dort Pommes mit Schnitzel einverleibten, war der Tag sowieso gerettet. 


Neues von der Amsel

Ihr Lieben,

neulich hatte ich erzählt, dass wir ein Amselnest auf dem Balkon entdeckt haben. Die letzten zwei Wochen wurde das Nest inklusive der Eier und der Amselmama intensiv von uns beobachtet. Zunächst dachten wir, Mama Amsel sei alleinerziehend, denn sie saß quasi Tag und Nacht auf ihrem Nest und flog nur manchmal kurz zum Essen weg. 

In den letzten Tag gesellte sich dann aber immer häufiger Papa Amsel hinzu und bewachte das Nest, wenn seine Frau zu Tisch war. Er setzte sich allerdings nicht auf die Eier, sondern stolzierte am Rand entlang und warf immer mal wieder einen kritischen Blick auf den potentiellen Nachwuchs und auf uns Beobachter im Schlafzimmer. Die Amselmama ist entweder viel entspannter oder kurzsichtig, sie interessiert sich weder für uns noch für unsere Katze (die seit ein paar Tagen Balkonverbot hat).

Vorgestern schließlich schlüpfte das erste zarte Küken aus einem der türkisen Eier und meine Tochter war völlig fasziniert, dass das Baba noch keine Federn hat. Ein Foto muss ich nachliefern, denn seit das erste Tierchen das Licht der Welt erblickte, sind beide Amseln zu echten Helikoptereltern mutiert! Sie wechseln sich professionell nahtlos ab mit der Fütterung und Bewachung der Jungtiere und keiner von uns möchte das junge Glück stören. 

Heute bei dem starken Regen hat eins der Elterntiere sogar ein Regendach über dem Nest gebaut mit den eigenen Flügeln. Das sag sehr rührend und beschützend aus. Die Vögel sind uns mittlerweile sehr ans Herz gewachsen und wir sind gespannt wie es weitergeht.