… aus dem Leben einer Fairy

Zaubersocken

Hallo Ihr Lieben,

da ich jetzt schon seit einigen Wochen ziemlich gebeinicapped auf dem Sofa sitze, habe ich den Sommer richtig gut nutzen können. 

Hierfür beispielsweise: 

  
Socken und ein kleines Amigurumi Häschen aus einem schönen Schoppel Zauberball. Meine Fairymaus zumindest fand das super. Auch wenn sie bestimmt lieber mit mir zum schwimmen gegangen wäre. 

Aber irgendwas ist ja immer… 

Heavy Metal in Motion

Ihr Lieben,

diejenigen die hier schon länger oder sogar seit dem Anfang mitlesen, wissen es vielleicht noch – da gab es vor fünf Jahren diese schwere Knieoperation… Einige wissen vielleicht auch noch, dass es mir danach sehr lange sehr schlecht ging, sowohl körperlich als auch psychisch. Und dass es sehr lange gedauert hat, mich zu erholen. Dann kam nach der Geburt des Fairykindes auch noch der Bandscheibenvorfall und ich habe lange hart dafür kämpfen müssen, überhaupt wieder einigermaßen auf die Beine zu kommen. 

In der letzten Zeit ging es mir eigentlich sehr gut. Ich habe 25 Kg abgenommen, mich bewegt wie es eben möglich war, konnte sogar ins Fitnessstudio und geradeaus laufen habe ich ziemlich souverän hinbekommen. 

Vor einer Woche schoss mir beim Treppe laufen plötzlich ein wahnsinniger Schmerz ins Knie – und seitdem bei jedem Schritt bzw bei Beugung & Belastung. 

Arzttermin (vielleicht Überlastung? Könnte was am Meniskus sein oder am Knorpel hinter der Patella…schonen und Kernspin) – Kernspin (Oh, da ist viel Metall in Ihrem Bein, da kann man nichts drauf erkennen…) – Arzttermin (Das Metall im Knie ist gewandert und blockiert die Patella, das muss auf jeden Fall raus, Termin in der Uniklinik, bis dahin möglichst nicht belasten ) – der ist dann jetzt am Montag. 

Und ich habe Angst. Das Metall muss raus. Leider kann man es vermutlich nicht rausbeamen. Es wird also wieder eine Operation nötig sein. 

Wieder Schmerz. 

Wieder Krücken. 

Wieder laufen lernen. 

Und ich weiß, es gibt so viele mutigere und tapferere Menschen auf der Welt, die so viel schlimmere Dinge durchstehen. Aber gerade falle ich wieder in mein ganz persönliches schwarzes Loch. 

Irgendwo habe ich eine Geschichte gehört oder gelesen, die mich tief berührt hat und die mir in der letzten Zeit immer wieder einfällt. Es ging um einen Mann, der einen Schmetterling beim Schlüpfen beobachtet. Das Tierchen müht sich wahnsinnig ab und der Mann bekommt Mitleid und öffnet den Kokon ein wenig, um dem Schmetterling zu helfen. Zuerst freut er sich, dass der Schmetterling nun ohne größere Anstrengung in die Freiheit kann, dann beobachtet er jedoch mit Entsetzen, dass das Tierchen die Flügel nicht ausbreiten kann und somit flugunfähig ist. Er fragt einen befreundeten Experten, der ihm sagt, er habe mit seiner Schlüpfhilfe einen Fehler begangen. Erst durch das selbständige Schlüpfen aus dem Kokon seien Schmetterlingsflügel in der Lage sich auszubreiten. Diesen wichtigen Entwicklungsschritt habe die gut gemeinte Schlüpfhilfe verhindert und so den Schmetterling seiner Flugfähigkeit beraubt.

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob die Geschichte stimmt, aber auf den Menschen übertragen ergibt sich doch die Frage, wieviel “Schlüpfhilfe” gut und gesund ist und ab wann sie zu “Flugunfähigkeit” führt. Sowohl Vernachlässigung alsauch sogenannte “Overprotection” führen ja beispielsweise zu den gleichen Störungen. Was ist die richtige Balance? 

Tut man jemandem einen echten Gefallen, wenn man ihm hilft oder nimmt man ihm damit die Möglichkeit, sich selbst zu helfen? Verhindert man damit sogar einen wichtigen Entwicklungsschritt? Wird man als flugunfähiger Schmetterling überhaupt jemals eine Chance haben? Oder wird man im besten Fall schnell gefressen? 

  

Sportlicher Streik

Ihr Lieben,

ob Ihr es glaubt oder nicht – ich gehe momentan tatsächlich fast täglich trainieren. Und das hat einige wenige aber dafür wichtige Gründe.

Ich bin zum Sportjunkie mutiert (muahaha, ist natürlich Quatsch, ich bin weiterhin im Grunde meines Herzens eine Couchkartoffel!)

ABER 

Im Fitnesstudio gibt es Kinderbetreuung & heißes Wasser (unsere Heizung daheim war bis heute kaputt). YEAH! :-)

Nachdem der vermaledeite Kitastreik hier in der vierten Woche noch weniger lustig ist als zu Anfang, ist die Kinderbetreuung für meine Maus die einzige Abwechslung von zu Hause bzw für mich die einzige Zeit, die ich wenn schon nicht für Arbeit, so doch wenigstens für mich nutzen kann. Ja klar, wir gehen auch mal auf den Spielplatz oder gehen zu Freunden, aber der geregelte Tagesablauf fehlt uns sehr. Vor allem können weder mein Mann noch ich so richtig arbeiten. Das ist umso schlimmer, wenn man gleichzeitig selbständig und in Ausbildung ist – ich kann so nicht lernen. 

Mittlerweile ist mein Kind morgens nicht mehr so traurig, dass sie nicht zur Kita darf, sondern fragt “Gehen wir heute wieder zum Sport zu meiner Kinderbetreuung?”. Wer kann da nein sagen? Da nehme ich das bisschen Muskelkater von Pilates, Wirbelsäulengymnastik und Gerätetraining gern in Kauf und habe wieder ein glückliches Kind.

Für 50 Euro im Monat könnte ich meine Maus hier übrigens täglich (auch Sonntag) von 9 bis 12 und zweimal wöchentlich zusätzlich von 16 bis 19 Uhr betreuen lassen. Es gibt jede Menge Spielzeug, ein Bällebad mit Rutsche und außer am Wochenende ist die maximale Kinderzahl vier (auf eine Betreuerin). Wenn ich mir überlege, dass ich für die Kita gerade 400 Euro für nichts bezahle… Und in die Sauna kann ich dort auch nicht ;-)

Nuvem

Ihr Lieben,

was lange währt, wird manchmal ein wunderschönes portugiesisches Wölkchen (Nuvem). 

Die Anleitung von Martina Behm war mal wieder so simpel wie genial, das Tuch ist federleicht und wollig-weich und ich bin echt froh, dass es fertig ist. Ein halbes Jahr habe ich an dem Prachtstück in Giftgrün (harmoniert schön mit meiner Haarfarbe) gestrickt und mit Lacegarn einen Teppich zu produzieren ist wirklich eine Geduldsprobe. Einige meiner Freundinnen prägten den Spruch “Na Fairy, wie weit ist das Fußballfeld?”… 

Aber es ist geschafft und ich kann ihn pünktlich zum Frühjahr als Weste/Schal/Tuch nutzen – oder eben als Fußballfeld :-) 

   
     

SWK Fazit

Ihr Lieben,

ich habe es geschafft! 

Die 21 strengen Tage der Stoffwechselkur sind vorbei. 

Mein Fazit:

Negativ: 

– auswärts essen ist etwas umständlich und wenig variabel (die meisten Restaurants sind sehr unflexibel in der Zubereitung zuckerfreier und fettfreier Speisen und benutzen haufenweise Fertigprodukte – was eigentlich ohnehin ein Ausschlusskriterium für mich darstellt). Asiatisch, Döner ohne Brot und Sauce und gegrilltes Fleisch mit Salat und selbst mitgebrachtem Dressing sind da noch die praktikabelsten Möglichkeiten.

– Shake ist und bleibt kein adäquates Frühstück. In diesem Leben werde ich kein Flüssigfrühstücker mehr.

– man muss darauf achten, regelmäßig zu essen obwohl man keinen Hunger hat. Ich habe es ein paarmal vergessen und dann ziemliche Kreislaufprobleme bekommen.

Positiv:

– Acht Kilo weg in drei Wochen!

– der Bauch ist viel flacher und allgemein hat sich die Gewichtsabnahme gut verteilt

– straffe, sanfte Haut, weniger Poren, keine Unreinheiten mehr

– viele Komplimente :-)

– kein Hungergefühl während der Abnahme

– gut funktionierende Verdauung

– Leistungsfähigkeit war nicht eingeschränkt, ich konnte arbeiten wie sonst auch, meine Konzentration ist seit der Vitalstoffversorgung ohnehin eher gesteigert.

– ich habe einfach aufgehört zu rauchen, keine Entzugserscheinungeb, keine Lust auf Zigaretten (bisher)

– Alkohol fehlt mir auch nicht

Mehr fällt mir gerade nicht ein. Reicht aber auch ;-). Ich bin beeindruckt, wie schnell und unkompliziert man damit an den richtigen Stellen abnehmen kann. Bin gespannt, ob das Gewicht sich auch so leicht halten lässt. 

Ich bin zufrieden, bin gespannt auf die Stabilisierung und freue mich auf die “neuen” Lebensmittel in meinem Speiseplan!! KÄÄÄSE, ICH KOMMEEEEE!! :-) 

  

Ihr Lieben,

alles in allem geht es mir viel besser als letzte Woche. Offensichtlich ist vieles an der Kur einfach Gewöhnungssache. Beispielsweise habe ich keinerlei Hungergefühl mehr und die 120g Fleisch auf dem Teller sehen neben dem Gemüse wenig aus, reichen aber definitiv. Wenn ich eine Mahlzeit übergehe werde ich irgendwann (circa 1-2 Stunden später) furchtbar schlecht gelaunt und mein Kreislauf mag das gar nicht. Ganz wichtig ist somit regelmäßige Nahrungszufuhr – hat auch mein Liebster schon angemerkt ;-).

Ein echtes Problem kann die Suche einer Auswärtsmahlzeit darstellen. “Welche Sauce/Dressing/Beilage/sonstwas ist denn bei Ihnen ohne Fett und Zucker zubereitet?” “KEINE!!” “Ah ja, danke…ich nehme dann mal ein Wasser.” In einem Steakhouse habe ich immerhin ein ohne Fett gegrilltes Stück Fleisch bekommen mit grünem Salat (ohne Dressing). Nächstes Mal nehme ich mein eigenes Dressing mit, dann kann ich sogar ernsthaft was essen ;-). Naja, ist ja auch nicht für immer, noch neun Tage, dann ist die strenge Phase vorbei und Fett ist kein (großes) Problem mehr.

Positiv ist anzumerken: eigentlich fehlt mir wirklich nichts. Nur ab und zu etwas Olivenöl wäre nett. Kommt ja bald. Und Harzer Käse ist besser als nix. Diese Woche hat sich die Gewichtsabnahme nach dem fulminanten Start letzte Woche (-5 Kilo) stark in Grenzen gehalten. Ein schüchternes Kilo hat sich in Luft aufgelöst, ABER dafür -6cm Bauchumfang diese Woche – auch nicht übel! Und das Beste in meinen Augen- meine Haut ist flauschig weich und so rein und feinporig wie noch nie. Zudem kaum Juckreiz und weiterhin keine Allergien. Das finde ich wirklich toll. Ich würde euch ja hier Fotos zeigen, aber dann wisst Ihr alle wie ich aussehe – Ihr müsst mich also einfach besuchen :mrgreen:

Den morgendlichen Shake mit den Vitalstoffen habe ich versucht zu variieren. Ein “Brei” aus allem zusammen ist so ekelhaft, dass man ihn kaum runterbekommt. Einzeln geht es ganz gut. Die beste Lösung bisher: Vitalstoffe in zwei Gläsern kaltem Grünen Tee trinken, dann ein Espresso und den Schoko-Vanille-Shake (gemischt schmecken die Shakes am besten). Das ist echt ok. 

Mittags und abends habe ich komischerweise gar keine Probleme mehr mit dem Essen. Ein Stück Fleisch/Fisch/Garnelen ist schnell mariniert mit Sojasauce, Limettensaft, Kräutern oder Gewürzen, fettfrei gebraten, gegrillt oder gebacken und mit Salat/Gemüse angerichtet. Das geht fix und passt immer. Man könnte auch Gemüse in Quark dippen etc, aber kochen geht bei der Kur superschnell, ist also absolut feierabendtauglich (wenn ich da an die vegane Challenge denke…).

Mir fehlen weder Alkohol noch Nudeln noch Brot etc. und so lange mir weiterhin nichts fehlt und es mir gesundheitlich super geht, steht den folgenden neun Tagen nichts im Weg! Yippieh!

Ich hoffe, ein zwei Kilo gehen noch runter, einfach zur Sicherheit und weil es so schön ist, wenn die Waage einem Komplimente macht (die Mitmenschen machen auch schon welche) :-) und ich hoffe ich bin weiter leistungsfähig und gut gelaunt und schaffe es diese Woche mal wieder zum Sport *pfeif*. 

  

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