… aus dem Leben einer Fairy

Alle Jahre wieder…

Dank Seminaren, Knieschmerzen und sonstigen Widrigkeiten waren die vielen Sommerfeste in unserer Umgebung bisher leider nicht brauchbar für uns. So kam es, dass wir dieses Wochenende zum ersten Mal für diesen Sommer so richtig auf einem Mittelalterlichen Spectaculum waren. Dafür aber ausgiebig – denn wir hatten den Feiertag gestern vergessen… Was tut man also, wenn man mit leerem Magen vor Ort und einem leeren Kühlschrank daheim vor verschlossener Supermarkttür steht? 

Genau – ab in die Gewandung und los zum Mittelaltermarkt! Von Crêpe über Käsespätzle, Gulasch, Sau am Spieß, Kartoffelpuffer, Honigmet, Honigbier, Schupfnudeln bis hin zu Waffeln und Brezeln – verhungern kann man dort wirklich nicht. 

Es war ein schönes Wochenende, unser Einkaufsgeld sind wir auch dort losgeworden ;-) und endlich kam unsere Gewandung mal wieder so richtig zum Einsatz! 

Mittlerweile hat sogar die MiniMiss Fairytalez ein Mittelalterkleid (selbst genäht von Papi natürlich!) und schlich sich bereits heute Morgen um 6 Uhr in mein Bett um mir aufgeregt ins Ohr zu flüstern “Mami, nach dem Frühstück fahren wir aber ins Mittelalter!” 

 (Zum Glück waren die Orks ganz lieb…)

 
Ein schöner Ferienauftakt und eine leckere Feiertagsrettung ;-) 

Zart wie Seide

Ihr Lieben,

seit circa zwei Jahren stricke ich jetzt so vor mich hin und ich merke, dass es mir immer leichter von der Hand geht. Zunehmend wird mir die Qualität der Wolle wichtig, die ich verstricke. Während anfangs das Kriterium “bunt und günstig” völlig ausreichte, so mag ich es mittlerweile, wenn mein Garn handgefärbt, ökologisch korrekt (vor allem bei Merino kaufe ich hauptsächlich Rosy Greenwool) und allgemein von besonderer Qualität ist. 

Auch bei den Anleitungen werde ich anspruchsvoller. Von “ich kann hin und her rechte Maschen” habe ich mich über rechts-links Kombinationen bis hin zu Hebemaschen, doppelt und dreifach Umschlägen, Wrap an Turn etc. vorgearbeitet und jetzt gelingen mir auch “richtige” Muster. Diese Zöpfchendinger habe ich noch nicht ausprobiert und vor gemusterten Socken und Pullovern im Allgemeinen habe ich noch großen Respekt, aber ich merke, dass mich Großprojekte nicht mehr hoffnungslos verzweifeln lassen. Es gibt mittlerweile zudem wirklich gute YouTube Tutorials, die vieles einfacher machen. 

Mein neuester Wollfang: eine Malabrigo Maulbeerseide. Ein Traum in Grau/Blau/Lila. Das Foto kann die Farbe leider nicht korrekt wiedergeben. Sie schimmert im Licht und fühlt sich herrlich an. Ich freue mich schon so sehr aufs Anstricken :-)

Was es wird? 

Überraschung :-)

  

Wellen und Zacken

Ihr Lieben,

pünktlich zum Zenit dieses wundervoll heißen Sommers ist er fertig geworden – mein Baltic Summer – das zweite Tuch aus dem Strickmich Club von Martina Behm. 

Ich habe ungefähr zwei Drittel des mitgelieferten Garns verbraucht (ich hatte zwei Knäuel) und finde die Größe jetzt perfekt. 

Das Muster ist so schön harmonisch mit den Farben, man kann sich wirklich einen stürmischen Wellentag am Meer vorstellen, wenn man das Tuch betrachtet. Ich habe nur leider vor lauter “endlich fertig” Freude vergessen, die Clubperlen einzuweben :-(

Aber das Tuch ist auch so wunderschön und die Perlen hebe ich einfach für das nächste Clubprojekt auf :-)

  
 

Zaubersocken

Hallo Ihr Lieben,

da ich jetzt schon seit einigen Wochen ziemlich gebeinicapped auf dem Sofa sitze, habe ich den Sommer richtig gut nutzen können. 

Hierfür beispielsweise: 

  
Socken und ein kleines Amigurumi Häschen aus einem schönen Schoppel Zauberball. Meine Fairymaus zumindest fand das super. Auch wenn sie bestimmt lieber mit mir zum schwimmen gegangen wäre. 

Aber irgendwas ist ja immer… 

Heavy Metal in Motion

Ihr Lieben,

diejenigen die hier schon länger oder sogar seit dem Anfang mitlesen, wissen es vielleicht noch – da gab es vor fünf Jahren diese schwere Knieoperation… Einige wissen vielleicht auch noch, dass es mir danach sehr lange sehr schlecht ging, sowohl körperlich als auch psychisch. Und dass es sehr lange gedauert hat, mich zu erholen. Dann kam nach der Geburt des Fairykindes auch noch der Bandscheibenvorfall und ich habe lange hart dafür kämpfen müssen, überhaupt wieder einigermaßen auf die Beine zu kommen. 

In der letzten Zeit ging es mir eigentlich sehr gut. Ich habe 25 Kg abgenommen, mich bewegt wie es eben möglich war, konnte sogar ins Fitnessstudio und geradeaus laufen habe ich ziemlich souverän hinbekommen. 

Vor einer Woche schoss mir beim Treppe laufen plötzlich ein wahnsinniger Schmerz ins Knie – und seitdem bei jedem Schritt bzw bei Beugung & Belastung. 

Arzttermin (vielleicht Überlastung? Könnte was am Meniskus sein oder am Knorpel hinter der Patella…schonen und Kernspin) – Kernspin (Oh, da ist viel Metall in Ihrem Bein, da kann man nichts drauf erkennen…) – Arzttermin (Das Metall im Knie ist gewandert und blockiert die Patella, das muss auf jeden Fall raus, Termin in der Uniklinik, bis dahin möglichst nicht belasten ) – der ist dann jetzt am Montag. 

Und ich habe Angst. Das Metall muss raus. Leider kann man es vermutlich nicht rausbeamen. Es wird also wieder eine Operation nötig sein. 

Wieder Schmerz. 

Wieder Krücken. 

Wieder laufen lernen. 

Und ich weiß, es gibt so viele mutigere und tapferere Menschen auf der Welt, die so viel schlimmere Dinge durchstehen. Aber gerade falle ich wieder in mein ganz persönliches schwarzes Loch. 

Irgendwo habe ich eine Geschichte gehört oder gelesen, die mich tief berührt hat und die mir in der letzten Zeit immer wieder einfällt. Es ging um einen Mann, der einen Schmetterling beim Schlüpfen beobachtet. Das Tierchen müht sich wahnsinnig ab und der Mann bekommt Mitleid und öffnet den Kokon ein wenig, um dem Schmetterling zu helfen. Zuerst freut er sich, dass der Schmetterling nun ohne größere Anstrengung in die Freiheit kann, dann beobachtet er jedoch mit Entsetzen, dass das Tierchen die Flügel nicht ausbreiten kann und somit flugunfähig ist. Er fragt einen befreundeten Experten, der ihm sagt, er habe mit seiner Schlüpfhilfe einen Fehler begangen. Erst durch das selbständige Schlüpfen aus dem Kokon seien Schmetterlingsflügel in der Lage sich auszubreiten. Diesen wichtigen Entwicklungsschritt habe die gut gemeinte Schlüpfhilfe verhindert und so den Schmetterling seiner Flugfähigkeit beraubt.

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob die Geschichte stimmt, aber auf den Menschen übertragen ergibt sich doch die Frage, wieviel “Schlüpfhilfe” gut und gesund ist und ab wann sie zu “Flugunfähigkeit” führt. Sowohl Vernachlässigung alsauch sogenannte “Overprotection” führen ja beispielsweise zu den gleichen Störungen. Was ist die richtige Balance? 

Tut man jemandem einen echten Gefallen, wenn man ihm hilft oder nimmt man ihm damit die Möglichkeit, sich selbst zu helfen? Verhindert man damit sogar einen wichtigen Entwicklungsschritt? Wird man als flugunfähiger Schmetterling überhaupt jemals eine Chance haben? Oder wird man im besten Fall schnell gefressen? 

  

Sportlicher Streik

Ihr Lieben,

ob Ihr es glaubt oder nicht – ich gehe momentan tatsächlich fast täglich trainieren. Und das hat einige wenige aber dafür wichtige Gründe.

Ich bin zum Sportjunkie mutiert (muahaha, ist natürlich Quatsch, ich bin weiterhin im Grunde meines Herzens eine Couchkartoffel!)

ABER 

Im Fitnesstudio gibt es Kinderbetreuung & heißes Wasser (unsere Heizung daheim war bis heute kaputt). YEAH! :-)

Nachdem der vermaledeite Kitastreik hier in der vierten Woche noch weniger lustig ist als zu Anfang, ist die Kinderbetreuung für meine Maus die einzige Abwechslung von zu Hause bzw für mich die einzige Zeit, die ich wenn schon nicht für Arbeit, so doch wenigstens für mich nutzen kann. Ja klar, wir gehen auch mal auf den Spielplatz oder gehen zu Freunden, aber der geregelte Tagesablauf fehlt uns sehr. Vor allem können weder mein Mann noch ich so richtig arbeiten. Das ist umso schlimmer, wenn man gleichzeitig selbständig und in Ausbildung ist – ich kann so nicht lernen. 

Mittlerweile ist mein Kind morgens nicht mehr so traurig, dass sie nicht zur Kita darf, sondern fragt “Gehen wir heute wieder zum Sport zu meiner Kinderbetreuung?”. Wer kann da nein sagen? Da nehme ich das bisschen Muskelkater von Pilates, Wirbelsäulengymnastik und Gerätetraining gern in Kauf und habe wieder ein glückliches Kind.

Für 50 Euro im Monat könnte ich meine Maus hier übrigens täglich (auch Sonntag) von 9 bis 12 und zweimal wöchentlich zusätzlich von 16 bis 19 Uhr betreuen lassen. Es gibt jede Menge Spielzeug, ein Bällebad mit Rutsche und außer am Wochenende ist die maximale Kinderzahl vier (auf eine Betreuerin). Wenn ich mir überlege, dass ich für die Kita gerade 400 Euro für nichts bezahle… Und in die Sauna kann ich dort auch nicht ;-)

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