… aus dem Leben einer Fairy

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LOW CARB Burger

Hallo Ihr Lieben,

mal wieder habe ich eine leckere Alternative zu einem normalerweise eher Kohlehydrat-lastigen Lieblingsfutter gefunden – einen Low Carb Hamburger bzw das Brötchen dafür.
Ich habe das Brötchen nicht erfunden, sondern in verschiedenen Netzquellen ähnlich gesehen und nach meinem Geschmack abgewandelt.
Hier schnell das Rezept, viel Spaß beim Nachbacken :-).

Hamburgerbrötchen für 6-8 Burger

180 ml warmes Wasser
1 Pr. Ascorbinsäure (Vitamin C aus der Apo)
1 Pr. Zucker
1 Würfel Frischhefe zerbröselt
vermischen

1 Ei Gew. Kl. L
100 Gramm Magerquark
1-2 Eßl. neutrales Öl, z.B. Rapsöl
In die Schüssel zum Hefeansatz geben, die „Mehlmischung“ kommt obendrauf.

200 Gramm gemahlene Mandeln (egal ob mit oder ohne Haut)
20 Gramm geschroteter Leinsamen
2 Tl. Salz
100 Gramm Gluten

10 Min. kneten

Den fertigen Teig in 6-8 Portionen teilen und flache Brötchen daraus formen. Die Oberseite wenn gewünscht in Mohn oder Sesam drücken. Die Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit einem Tuch bedecken.

Backofen vorheizen: 175 Grad. Ist die Temperatur erreicht, kommt das Blech in den Ofen. ( Mitte )
Backzeit je nach Ofen und gewünschter Bräune ca. 25-30 Min.

Guten Appetit 🙂

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Logische Nudeln

Ein Nachteil der LOGI bzw. allgemein der LowCarb Ernährung ist ja der Nudelmangel. Ich LIEBE Nudeln. Und ich muss sagen, das war der Faktor bei dem ich mir anfangs ganz sicher war, niemals drauf verzichten zu können. Und man dürfte sich bei LOGI ja ab und zu ein Nüdelchen gönnen. Das Problem ist nur – ich bin nicht so der 50g Nudelesser – ich bin mehr so der 200g Nudelesser. Und das wiederum wäre keine logische Nudelmenge. Bei WW bin ich bzw. ist meine Abnahme schon das ein oder andere Mal daran gescheitert, dass ich einfach ein Mengenesser bin – und dort Kohlehydrate in „beliebiger“ Menge erlaubt sind. Da fange ich an auf Vorrat zu essen. Ich kann für sieben Punkte 100 aber genauso gut auch 200g Nudeln/Reis/Kartoffeln essen? Na dann ess ich doch 250g!

Mit LOGI habe ich jetzt einige Monate komplett auf Nudeln verzichtet und statt dessen spiralisierte Zucchini gegessen. Mit Nudelsaucen. Und ich muss sagen – man gewöhnt sich 1. dran und 2. merkt man, dass gute Nudelsauce viel wichtiger ist als die Nudeln selbst. Nur manchmal vermisst man eben trotzdem etwas…

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Und nachdem ich einige Varietäten durchprobiert hatte (Zucchini & Karotten mit Hackfleischsauce, Zucchini mit Garnelen, Zucchini mit Tomatensauce,…) beschloss ich, es doch mal mit einem LowCarb Nudelrezept zu probieren. Ich weiß leider nicht mehr genau, aus welchem Forum ich welches Rezept habe, aber ich zeige euch hier mal mein Ergebnis mit folgendem Rezept:

150g Kichererbsenmehl
100g Süßlupinenmehl
50g Gluten
4 Eier
250g Quark (ich nehme Magerquark)
(etwas Muskat) und Salz

mischen, kneten (ich habe den Teig noch eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen) und in einen Topf mit kochendem Wasser (Öl und Salz dazu) pressen. Abschöpfen wenn sie oben schwimmen.
Wobei ich sagen muss, dass meine Nudeln von Anfang an oben schwammen. Ich habe sie dann pro Portion einfach so drei bis fünf Minuten im Wasser köcheln lassen.

Mengenmäßig sind das vier große Portionen, ich hatte die Menge für und beide gemacht und hatte mehr als die Hälfte über (und ich bin wie bereits erwähnt ein sehr fleißiger Nudelesser). Die Dinger machen wahnsinnig satt. Warnung an die NICHT-LOWCARBER: NEIN, das schmeckt NICHT genau wie normale Nudeln! Es schmeckt etwas außergewöhnlich und wie ich finde lecker. Und al dente werden diese Nudeln auch nicht. Sie sind stabil, aber weich.

Serviert habe ich die „Nudeln“ mit einer selbst gemachten Gemüsesauce:

1 Schalotte
1 Zucchino
2 große Karotten
in Stücken in etwas Olivenöl angebraten – mit
1 Glas geschälte San Marzano Tomaten (meine sind von LaVialla) aufgießen
umrühren und 1/2 Stunde köcheln lassen, mit italienischen Kräutern würzen (ich hatte die Pizza/Pasta Kräuter von Sonnentor)
dann habe ich alles püriert und nochmal eine halbe Stunde köcheln lassen (ich hatte die Sauce im Thermomix, aber im Topf geht das genauso gut). Am Schluss abschmecken, eventuell noch einen guten Schuss natives Olivenöl, Salz und Pfeffer dazu.

Fertig!

Man kann natürlich auch Sellerie, Pastinake, Petersilienwurzel oder ein anderes Gemüse seiner Wahl verwenden, aber ich mag es gern klassisch (und hatte diese Zutaten zufällig im Kühlschrank vorrätig…)

Und das ist das Ergebnis (garniert mit frisch geriebenem jungen Pecorino aus meinem neuen Käserad :mrgreen: )

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Ich fand die Nudeln superlecker und selbst der Liebste war begeistert! Endlich ein richtig schöner Nudelersatz für den großen Nudelhunger :-).

Low Carb Pommes

Schon ewig hatte ich mal wieder Lust auf richtig schöne Currywurst mit Pommes. Ich hatte da immer so ein Lieblingsständchen mit RAS Pommes (aus so einer Art Kartoffelpüree, superknusprig). Dort habe ich ungefähr einmal alles halbe Jahr eine Portion Currywurst oder Curryfrikadelle mit diesen Pommes gegessen. Soooo lecker! Und dann hat man eben auch wieder genug für eine Weile. Klar – das könnte ich immer noch machen. Einmal wäre das sicher kein Drama. Aber das Ständchen ist mittlerweile nicht mehr so greifbar, wir hatten Grillwürstchen vom Wochenende über und ich hatte Lust auf Experimente…

Ich möchte es gleich vorweg sagen:
JA! Die Dinger sind superknusprig, teilweise sogar viel knuspriger als normale Pommes.
NEIN! Sie schmecken nicht GANZ GENAU wie Pommes aus Kartoffeln. ABER sie schmecken auch nicht nennenswert nach Kichererbsen. Sondern nach Gewürz. Und nach der Currysauce *feuerspei*.

Und so funktioniert das Ganze:

Für zwei Personen 100g Kichererbsenmehl mit 200ml Wasser anrühren, 150-200ml Wasser mit 1 EL Öl und Salz zum kochen bringen, die Kichererbsenmasse einrühren und ziemlich gut rühren, das brennt leicht an. Wenn es anzieht mit Pommessalz oder beliebigem anderen Gewürz würzen, auf das Pommesblech gießen, mit der Teigkarte verstreichen und dann circa 20 Minuten bei 180 Grad Umluft backen. Eventuell nachwürzen. Fertig.

Das Pommesblech gibt es beispielsweise von Zenker. Keine Ahnung ob es das auch von anderen Firmen gibt. Es heißt glaub ich Kreativpommesblech und ist eigentlich für Pommes aus Kloßteig. Aber klappt halt auch super für die Kichererbsenmasse.

Ich habe auch schon versucht, die Masse einfach auf ein Backblech zu streichen und in pommesähnliche Stücke zu schneiden. Hhmm, geht auch, aber knusprig wurden sie bei mir ehrlich gesagt nicht. Die Investition in das Pommesblech hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Es hat jedoch einen Nachteil – es reicht nicht für die angegebene Menge, sondern nur für die Hälfte des Teiges. Das heißt man muss entweder zweimal backen, allein essen oder zwei Bleche kaufen.

Ich hatte gestern das Glück, dass mein Mann lieber mal wieder „echte“ Pommes essen wollte und ich so das Blech für mich allein hatte :-). Aber er hat eine von mir probiert und gemeint, die wären für ihn definitiv ein gutes Äquivalent und er würde die nächstes mal auch gern essen (Mist…bleibt weniger für mich oder wir brauchen doch ein zweites Blech ;-)).

Die Currysauce hatten wir auch selbst gekocht. Dafür einfach ein bis zwei Paprika, eine Chilischote, eine Schalotte und zwei Knoblauchzehen klein schneiden, in etwas Rapsöl anbraten. Mit passierten Tomaten ablöschen und einkochen lassen, zwischendurch würzen (ich hatte Curry, etwas Kurkuma, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Chili, Balsamicoessig und ein oder zwei TL Sukrin). Wenn das Ganze eine schöne matschige Masse geworden ist (ich hab es insgesamt vielleicht eine Stunde gekocht), mit dem Zauberstab pürieren. Fertig 🙂 und viel leckerer als Ketchup oder fertige Currysauce. Vielleicht noch mit Curry bestreuen auf der Wurst, aber unsere war wirklich scharf genug gestern… :mrgreen:

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

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Kein Kuchen für mich

„Klar! Super! Ich freue mich wenn du den Kuchen mitbringst.“ höre ich mich noch auf das freundliche Angebot antworten. Da dachte ich aber auch noch – naja, die macht SiS, mit Kohlehydraten hat sie es also auch nicht so. Vielleicht gibt es einen Käsekuchen ohne Boden oder vielleicht was mit Mandeln? Mag ich ja alles gern…

Am Tag des Geschehens rückte sie an mit zwei riesigen Kuchenbehältern – deren Inhalt ich persönlich leider nur optisch beurteilen kann. Eine sehr hübsche und appetitliche Pfirsichtorte sowie ein sehr gutaussehendes geschichtetes Marmeladen-Schokoladen-Creme-Kunstwerk bahnten sich den Weg auf das Buffet.

Und ich dachte noch so „Wahnsinn – wie hat sie DAS ohne Zucker und Mehl hinbekommen?“. Mir schwante Böses und um die bestehende Unklarheit zu beseitigen (und mich jeglicher Illusion zu berauben) fragte ich „Toll sehen die aus, echt super! Was ist denn da alles so drin?“ „Och, die Creme ist nicht so mächtig, nur mit Sahne und Mascarpone, der Boden ist aber halt schon ziemlich kompakt mit der vielen Schokolade und …“ „Aber ganz normal mit Mehl und Zucker und so, der Kuchen?“ „Ja klar – oh sorry, den kannst du ja jetzt gar nicht essen. Hab ich gar nicht dran gedacht. Ich habe heute ja AUSNAHMETAG.“

Merke: immer wenn SiSler oder SlowCarber was richtig cooles auf dem Teller haben, nicht fragen was es ist und hoffen es sei LowCarb – denn dann haben die IMMER Schummeltag :mrgreen:

Tja, das war die Geschichte von dem wirklich lecker aussehenden Geburtstagskuchen, den ich nicht gegessen habe 😉

(Mich persönlich hat übrigens auch ganz ohne Torte der Champagner gewichtsmäßig voll reingerissen. Hätte ich doch ein Stück essen können…)

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Was ist eigentlich dieses LOGI? Und kann man das essen?

In letzter Zeit werde ich immer häufiger gefragt „Was ist denn dieses LOGI eigentlich genau?“ und langsam ist die Zeit gekommen, dass ich zu dieser Frage einfach auf einen Artikel und nicht mehr auf „Google es doch einfach“ verweisen möchte, da ich jetzt doch selbst einige Monate Erfahrung mit der LOGI Methode gesammelt hab. Dies soll also ein informativer aber dennoch subjektiv geschriebener Artikel werden.

LowCarb ist momentan ja quasi in aller Munde und jeder macht irgendwas in Richtung SiS (Schlank im Schlaf), LowCarb, SlowCarb, Dukan oder Atkins. Auch ich habe mich über all diese Ernährungsweisen schlau gemacht und zu den meisten Bücher gekauft (und sogar gelesen!). Wenn ich so weitermache schule ich mich noch um zur Oekotrophologin oder so ;-).

Für LOGI habe ich mich entschieden weil es mir von all diesen LowCarb Geschichten am sympathischsten war. LOGI bedeutet „Low Glycemic and Insulinemic Diet“ also quasi „Ernährungsmethode zur Förderung eines niedrigen Blutzucker- und Insulinwertes“.
Es gibt viel Gemüse, zwei Portionen Obst am Tag, reichlich Eiweiß und gute Fette. Man ist immer satt und zufrieden nach einer Mahlzeit. Das mag ich. Was mir auch gefällt ist dass neue Bewusstsein für Nahrungsmittel. Ich habe mittlerweile eine Biokiste abonniert und schätze es sehr, meist regionales Biogemüse zur Verfügung zu haben. Es geht bei LOGI auch um einen bewussteren Umgang mit dem Essen an sich.
Die LOGI Bücher finde ich gut zum Einstieg und um die veränderte Ernährungspyramide nachzuvollziehen. Manche Rezepte finde ich auch echt gut in den Büchern. Einiges ist nicht so mein Geschmack oder klappt nicht so ganz wenn ich es nachkoche. Aber Schwamm drüber, das ist mir auch schon bei Jamie Oliver Büchern passiert.

Wenn man ein wenig Kontrolle will/braucht, ist das LOGI Forum eine große Hilfe. Hier tummeln sich Gleichgesinnte und Menschen die Spaß daran haben, ihren (logischen) Senf zu Tagesplänen zu geben. Das ist unheimlich nützlich wenn man unsicher ist, ob man nun „unlogisch“ gegessen hat oder nicht. Mir hilft das oft sehr. Und man bekommt gutes Feedback und gute Ideen. Ich nutze das Forum auch oft als Rezeptinspiration.

Mittlerweile würde mir glaub ich richtig was fehlen, wenn ich mein Essen nicht „teile“ mit den anderen. Und es ist für mich eine Kontrollinstanz. Es wäre mir sehr unangenehm, dort einen richtigen Kohlehydrat-Ausrutscher zu beichten. Wobei bei LOGI Kohlehydrate ja nicht verboten sind. Nicolai Worm (der Erfinder von LOGI und auch gerne mal „Cheffe“ genannt im Forum) hat mal in einem Buch geschrieben, dass je weniger Bewegung und je dicker der Bauch sei, desto zurückhaltender solle man mit Stufe 3 Nahrungsmitteln sein. Stufe 1 ist Gemüse, Obst und (gutes) Fett, Stufe 2 Eiweißträger (Eier, Fleisch, Milchprodukte, Tofu, Nüsse, Hülsenfrüchte etc.) Stufe 3 Vollkorn, Kartoffeln, Nudeln, Reis etc. und Stufe 4 Weißmehl und Süßigkeiten.

Es gibt im Forum immer mal wieder Diskussionen zur „Gewichtung“ also wieviel sich von welcher Stufe auf dem Teller wiederfinden sollte. Die herrschende Meinung tendiert zu 2:1 Stufe 1 zu Stufe 2. Ich nehme das nicht immer so 100% genau und finde es auch übertrieben alles abzuwiegen ob jetzt die Gewichtung stimmt – da wäre man ja wieder auf diesem „Kontrolltrip“ mit dem Kalorien zählen und messen von dem ich ja weg wollte. Ich mache das nach Augenmaß – viel Gemüse auf dem Teller und ein schönes Steak, eventuell noch mal Gemüse oder Salat nach nehmen – dann passt das!

So – mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein zur LOGI Methode. Wenn Ihr noch Fragen habt – raus damit :-).

Ach so – über sechs Kilo habe ich jetzt abgenommen seit Anfang Februar. Ohne Hunger, ohne gefühlten Verzicht und mit viel Spaß an neuen Rezepten. Für mich (mit meinem Jojo-verstörten Stoffwechsel und wenig bis kein Sport) ist das völlig in Ordnung :-). (Muss ich mir allerdings immer wieder sagen, weil ich früher in viel kürzerer Zeit viel mehr abgenommen hab – und halt auch wieder zugenommen…).

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Zwickmühle

Seit LOGI habe ich keine „echten“ Nudeln mehr gegessen. Dabei habe ich Nudeln früher wirklich geliebt. Ich glaube ich liebe sie immer noch, aber die Abstinenz lässt meine Leidenschaft langsam etwas verblassen. Bei Erreichen eines wichtigen Zwischenziels für mich wollte ich einmal wieder die Linguine von La Vialla essen. Das schien mir ewig weit weg. Seit einigen Wochen kreise ich um dieses Ziel (mal drüber mal drunter) und mein Mann meinte gestern „Wie sieht es denn aus? Du hast das Ziel doch erreicht. Lass uns Nudeln essen!“ Da habe ich gemerkt dass ich anfange Ausflüchte zu suchen. Nicht weil ich keine Lust auf Nudeln hätte…ich habe nur einfach so panische Angst davor, dass ein Teller Nudeln alles zerstört. Ich könnte rückfällig werden…kiloweise Nudeln essen und meine Abnahme wäre beendet. Vermutlich würde ich sogar wieder zunehmen. Waaahhh!

Schrecklich, diese Angst vor bestimmten Lebensmitteln…früher war es Fett und jetzt eben alles mit KH. Ich kaufe massenweise Bitterschokolade – und esse sie nicht. Es wäre ok ein Stückchen zu essen. Ich weiß das. Aber ich kann besser für mich garantieren wenn ich gar keine esse als wenn ich versuche ein Stück zu essen und es dann doch die Tafel wird. Vor Kartoffeln und Reis habe ich richtige Panik. Wenn meine kleine Tochter versucht mir ein Stückchen von ihrem Brot in den Mund zu stecken reagiere ich als wollte sie mir eine Spinne füttern. Dass bei mir immer alles so extrem sein muss ärgert mich. Ich würde es gerne etwas lockerer nehmen, aber dann weiß ich auch wie schnell ich anfange zu schludern und dann geht nix mehr voran. Weiß ich aus Erfahrung. Bin ich also vielleicht nicht extrem oder ängstlich sondern einfach nur konsequent gerade? Sollte ich vielleicht einfach mal nutzen, dass ich gerade nicht so willensschwach bin?

Heute morgen habe ich mit mir selbst den Deal abgeschlossen, wenn ich trotz Frühstück und nassen Haaren nicht über meinem Zwischenziel wiege, dann gibt es heute diese Nudeln. So. Jetzt habe ich doch tatsächlich 100g unter dem Gewicht gelegen. Gilt das jetzt oder nicht? Und wenn es gilt – sind mir die Nudeln echt so wichtig? Zucchininudeln mit Sauce schmecken doch auch lecker.

Und so geht es wieder los, das Gedankenkarussell. Ach, ich glaub die Nudeln müssen noch etwas warten bis ich mich in meiner Haut wohler und sicherer fühle. Oder? 🙂

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Logische Quiche

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal einen Low Carb Quiche Versuch gestartet, ohne Boden und das Ergebnis war dementsprechend mehr so Rührei mit Zwiebeln und Speck. War lecker – aber keine richtige Quiche!

Diesmal habe ich einen Kichererbsenteigboden gemacht und der war eine prima Alternative zu normaler Quiche mit Mürbeteig. Sehr schön :-). So langsam finden sich für viele Sachen logische Alternativen mit denen ich gut leben kann.

Das Rezept von der aktuellen Quiche schreibe ich hier mal auf – 1. damit ich es greifbar habe und 2. falls noch jemand auf der Suche nach einer Low Carb Quiche ist.

Für den Teig (30er Form)

125 g kalte Butter
1 Tl Salz
300g Kichererbsenmehl
2 El Eiswasser

in der Küchenmaschine zu einer bröseligen Mischung verarbeiten, dann schnell mit den Händen zu einem richtigen Teigklumpen zusammenkneten.
Den Teig in der Form verteilen oder ausrollen und dabei einen Rand hochziehen. Den Teig in der Quicheform in den Kühlschrank stellen, ich hatte ihn über Nacht drin, aber eine Stunde tut es auch.
Jetzt den Boden einstechen (damit er sich nicht hochwölbt) rund 10 Minuten bei 220 Grad backen (wer überflüssige Hülsenfrüchte zur Verfügung hat darf ihn gerne blindbacken).

Für die Füllung

kann man nehmen was man möchte. Von angedünsteten Zwiebeln und Speck bis hin zu Spargel oder Hackfleisch ist da alles erlaubt. Wichtig ist nur, dass es quasi etwas vorgegart ist, bzw angebraten…
Ich habe eine Brokkoli-Lyoner Quiche kreiert und fand die Kombi abenteuerlich aber lecker.
Dazu habe ich diverse Brokkoli (ist das schon der Plural?hhmm..egal – fast ein Kilo vermutlich) ein bisschen gekocht und dann das Wasser abgegossen und püriert (so dass noch Stückchen drin sind). Dann schön mit Salz und Pfeffer gewürzt. Die Lyoner (halber Ring) habe ich einfach nur in Würfel geschnitten (die war recht würzig) und mit dem Brokkoli gemischt.
Diese Masse verteilt man dann auf dem vorgebackenen Boden.

Für den Guss

4 Eier,
etwas Salz und Pfeffer mit
1 Packung Creme Fraiche verrühren
200 g Pecorino, Parmesan oder sonstigen Käse (ich hatte Comté) reiben und untermischen
Den Guss gleichmäßig auf die Füllung geben.

Das Ganze darf dann nochmal für 20-30 Minuten in den Ofen bis es schön braun und lecker aussieht.

Bon Appetit!

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