… aus dem Leben einer Fairy

Archiv für Mai, 2013

Logische Nudeln

Ein Nachteil der LOGI bzw. allgemein der LowCarb Ernährung ist ja der Nudelmangel. Ich LIEBE Nudeln. Und ich muss sagen, das war der Faktor bei dem ich mir anfangs ganz sicher war, niemals drauf verzichten zu können. Und man dürfte sich bei LOGI ja ab und zu ein Nüdelchen gönnen. Das Problem ist nur – ich bin nicht so der 50g Nudelesser – ich bin mehr so der 200g Nudelesser. Und das wiederum wäre keine logische Nudelmenge. Bei WW bin ich bzw. ist meine Abnahme schon das ein oder andere Mal daran gescheitert, dass ich einfach ein Mengenesser bin – und dort Kohlehydrate in „beliebiger“ Menge erlaubt sind. Da fange ich an auf Vorrat zu essen. Ich kann für sieben Punkte 100 aber genauso gut auch 200g Nudeln/Reis/Kartoffeln essen? Na dann ess ich doch 250g!

Mit LOGI habe ich jetzt einige Monate komplett auf Nudeln verzichtet und statt dessen spiralisierte Zucchini gegessen. Mit Nudelsaucen. Und ich muss sagen – man gewöhnt sich 1. dran und 2. merkt man, dass gute Nudelsauce viel wichtiger ist als die Nudeln selbst. Nur manchmal vermisst man eben trotzdem etwas…

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Und nachdem ich einige Varietäten durchprobiert hatte (Zucchini & Karotten mit Hackfleischsauce, Zucchini mit Garnelen, Zucchini mit Tomatensauce,…) beschloss ich, es doch mal mit einem LowCarb Nudelrezept zu probieren. Ich weiß leider nicht mehr genau, aus welchem Forum ich welches Rezept habe, aber ich zeige euch hier mal mein Ergebnis mit folgendem Rezept:

150g Kichererbsenmehl
100g Süßlupinenmehl
50g Gluten
4 Eier
250g Quark (ich nehme Magerquark)
(etwas Muskat) und Salz

mischen, kneten (ich habe den Teig noch eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen) und in einen Topf mit kochendem Wasser (Öl und Salz dazu) pressen. Abschöpfen wenn sie oben schwimmen.
Wobei ich sagen muss, dass meine Nudeln von Anfang an oben schwammen. Ich habe sie dann pro Portion einfach so drei bis fünf Minuten im Wasser köcheln lassen.

Mengenmäßig sind das vier große Portionen, ich hatte die Menge für und beide gemacht und hatte mehr als die Hälfte über (und ich bin wie bereits erwähnt ein sehr fleißiger Nudelesser). Die Dinger machen wahnsinnig satt. Warnung an die NICHT-LOWCARBER: NEIN, das schmeckt NICHT genau wie normale Nudeln! Es schmeckt etwas außergewöhnlich und wie ich finde lecker. Und al dente werden diese Nudeln auch nicht. Sie sind stabil, aber weich.

Serviert habe ich die „Nudeln“ mit einer selbst gemachten Gemüsesauce:

1 Schalotte
1 Zucchino
2 große Karotten
in Stücken in etwas Olivenöl angebraten – mit
1 Glas geschälte San Marzano Tomaten (meine sind von LaVialla) aufgießen
umrühren und 1/2 Stunde köcheln lassen, mit italienischen Kräutern würzen (ich hatte die Pizza/Pasta Kräuter von Sonnentor)
dann habe ich alles püriert und nochmal eine halbe Stunde köcheln lassen (ich hatte die Sauce im Thermomix, aber im Topf geht das genauso gut). Am Schluss abschmecken, eventuell noch einen guten Schuss natives Olivenöl, Salz und Pfeffer dazu.

Fertig!

Man kann natürlich auch Sellerie, Pastinake, Petersilienwurzel oder ein anderes Gemüse seiner Wahl verwenden, aber ich mag es gern klassisch (und hatte diese Zutaten zufällig im Kühlschrank vorrätig…)

Und das ist das Ergebnis (garniert mit frisch geriebenem jungen Pecorino aus meinem neuen Käserad :mrgreen: )

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Ich fand die Nudeln superlecker und selbst der Liebste war begeistert! Endlich ein richtig schöner Nudelersatz für den großen Nudelhunger :-).

Low Carb Pommes

Schon ewig hatte ich mal wieder Lust auf richtig schöne Currywurst mit Pommes. Ich hatte da immer so ein Lieblingsständchen mit RAS Pommes (aus so einer Art Kartoffelpüree, superknusprig). Dort habe ich ungefähr einmal alles halbe Jahr eine Portion Currywurst oder Curryfrikadelle mit diesen Pommes gegessen. Soooo lecker! Und dann hat man eben auch wieder genug für eine Weile. Klar – das könnte ich immer noch machen. Einmal wäre das sicher kein Drama. Aber das Ständchen ist mittlerweile nicht mehr so greifbar, wir hatten Grillwürstchen vom Wochenende über und ich hatte Lust auf Experimente…

Ich möchte es gleich vorweg sagen:
JA! Die Dinger sind superknusprig, teilweise sogar viel knuspriger als normale Pommes.
NEIN! Sie schmecken nicht GANZ GENAU wie Pommes aus Kartoffeln. ABER sie schmecken auch nicht nennenswert nach Kichererbsen. Sondern nach Gewürz. Und nach der Currysauce *feuerspei*.

Und so funktioniert das Ganze:

Für zwei Personen 100g Kichererbsenmehl mit 200ml Wasser anrühren, 150-200ml Wasser mit 1 EL Öl und Salz zum kochen bringen, die Kichererbsenmasse einrühren und ziemlich gut rühren, das brennt leicht an. Wenn es anzieht mit Pommessalz oder beliebigem anderen Gewürz würzen, auf das Pommesblech gießen, mit der Teigkarte verstreichen und dann circa 20 Minuten bei 180 Grad Umluft backen. Eventuell nachwürzen. Fertig.

Das Pommesblech gibt es beispielsweise von Zenker. Keine Ahnung ob es das auch von anderen Firmen gibt. Es heißt glaub ich Kreativpommesblech und ist eigentlich für Pommes aus Kloßteig. Aber klappt halt auch super für die Kichererbsenmasse.

Ich habe auch schon versucht, die Masse einfach auf ein Backblech zu streichen und in pommesähnliche Stücke zu schneiden. Hhmm, geht auch, aber knusprig wurden sie bei mir ehrlich gesagt nicht. Die Investition in das Pommesblech hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Es hat jedoch einen Nachteil – es reicht nicht für die angegebene Menge, sondern nur für die Hälfte des Teiges. Das heißt man muss entweder zweimal backen, allein essen oder zwei Bleche kaufen.

Ich hatte gestern das Glück, dass mein Mann lieber mal wieder „echte“ Pommes essen wollte und ich so das Blech für mich allein hatte :-). Aber er hat eine von mir probiert und gemeint, die wären für ihn definitiv ein gutes Äquivalent und er würde die nächstes mal auch gern essen (Mist…bleibt weniger für mich oder wir brauchen doch ein zweites Blech ;-)).

Die Currysauce hatten wir auch selbst gekocht. Dafür einfach ein bis zwei Paprika, eine Chilischote, eine Schalotte und zwei Knoblauchzehen klein schneiden, in etwas Rapsöl anbraten. Mit passierten Tomaten ablöschen und einkochen lassen, zwischendurch würzen (ich hatte Curry, etwas Kurkuma, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Chili, Balsamicoessig und ein oder zwei TL Sukrin). Wenn das Ganze eine schöne matschige Masse geworden ist (ich hab es insgesamt vielleicht eine Stunde gekocht), mit dem Zauberstab pürieren. Fertig 🙂 und viel leckerer als Ketchup oder fertige Currysauce. Vielleicht noch mit Curry bestreuen auf der Wurst, aber unsere war wirklich scharf genug gestern… :mrgreen:

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

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Kein Kuchen für mich

„Klar! Super! Ich freue mich wenn du den Kuchen mitbringst.“ höre ich mich noch auf das freundliche Angebot antworten. Da dachte ich aber auch noch – naja, die macht SiS, mit Kohlehydraten hat sie es also auch nicht so. Vielleicht gibt es einen Käsekuchen ohne Boden oder vielleicht was mit Mandeln? Mag ich ja alles gern…

Am Tag des Geschehens rückte sie an mit zwei riesigen Kuchenbehältern – deren Inhalt ich persönlich leider nur optisch beurteilen kann. Eine sehr hübsche und appetitliche Pfirsichtorte sowie ein sehr gutaussehendes geschichtetes Marmeladen-Schokoladen-Creme-Kunstwerk bahnten sich den Weg auf das Buffet.

Und ich dachte noch so „Wahnsinn – wie hat sie DAS ohne Zucker und Mehl hinbekommen?“. Mir schwante Böses und um die bestehende Unklarheit zu beseitigen (und mich jeglicher Illusion zu berauben) fragte ich „Toll sehen die aus, echt super! Was ist denn da alles so drin?“ „Och, die Creme ist nicht so mächtig, nur mit Sahne und Mascarpone, der Boden ist aber halt schon ziemlich kompakt mit der vielen Schokolade und …“ „Aber ganz normal mit Mehl und Zucker und so, der Kuchen?“ „Ja klar – oh sorry, den kannst du ja jetzt gar nicht essen. Hab ich gar nicht dran gedacht. Ich habe heute ja AUSNAHMETAG.“

Merke: immer wenn SiSler oder SlowCarber was richtig cooles auf dem Teller haben, nicht fragen was es ist und hoffen es sei LowCarb – denn dann haben die IMMER Schummeltag :mrgreen:

Tja, das war die Geschichte von dem wirklich lecker aussehenden Geburtstagskuchen, den ich nicht gegessen habe 😉

(Mich persönlich hat übrigens auch ganz ohne Torte der Champagner gewichtsmäßig voll reingerissen. Hätte ich doch ein Stück essen können…)

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Happy Birthday kleiner Schatz

Unglaublich wie schnell das vergangene Jahr an uns allen vorbeigeflogen ist und schon ist es so weit – unsere Mini Miss Fairytalez ist ein Jahr alt. Per definitionem kein Baby mehr, sondern ein „Kleinkind“. Verrückt!

Am Sonntag hatte sie Geburtstag und es gab eine große Party mit Freunden und Verwandten. Es wurde viel gelacht, gegessen, Champagner getrunken und gefeiert.

Ich bin ja nicht so der Babykramblogger, aber hier kurz was unsere Maus schon alles kann:

– sich durchsetzen wenn sie etwas will (meist geht es um Nahrungsmittel…oder Fernbedienungen)
– alles essen was ihr in die Finger kommt und essbar aussieht – ALLES!
-> Was vier Zähne ausmachen – Wahnsinn!
– den Kater vorsichtig streicheln
– dem Kater ihr Essen vom Tisch auf den Boden werfen
– Tiere füttern oder das Tierfutter selbst essen
– Bücher lesen (ähm, naja, drin blättern und „jajaja“ rufen)
– singen
– tanzen
– sich unglaublich süß freuen
– ansteckend lachen
– schrecklich traurig weinen
– Dinge benennen („Ba“ ist beispielsweise unser Kater)
– krabbeln wie ein Käfer und dabei gleichzeitig einen Keks essen
– laufen an der Hand, an diversen Möbelstücken und ein paar Schrittchen auch ohne alles
– aus einem Becher trinken und sich die andere Hälfte überkippen
– alleine mit einem Löffel essen und dabei die ganze Umgebung füttern
– teilen mit ihrer Freundin und mit Ba
– sich selbst die Haare kämmen (wenn sie die Bürste richtig herum in der Hand hat)
– mit allem spielen was ihr in den Weg kommt (und nicht essbar ist)
– schimpfen wie ein Rohrspatz
– mit Schäfchen und Musik schlafen wie ein Engelchen
– herrliches Chaos verbreiten
– schmusen mit mir und dem besten Papa der Welt
und so vieles mehr was mir gerade nicht einfällt weil es einem schon so selbstverständlich vorkommt.

Alles Gute zum Geburtstag mein zuckersüßer Schatz, du bereicherst mein Leben jeden Tag. Ich habe noch nie in meinem Leben so sehr gelacht und geliebt wie seit deiner Geburt. Schön, dass es Dich gibt. Es ist das beste Gefühl der Welt zu wissen, dass wir zusammengehören.
Bis zum Mond und wieder zurück – so sehr liebe ich dich.

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Die Fairy und der Sport (Eine unendliche Geschichte)

Ja, es stimmt – seit zwei Wochen bin ich seit langer Zeit wieder zahlendes aktives Mitglied eines Fitnessstudios. Naja, die Entscheidung kam nicht so ganz 100% aus freiem Willen – leider hatte sich nach der Schwangerschaft meine Lauffähigkeit und die Muskulatur merklich verschlechtert. Neulich musste ich ohne Kinderwagen zu einem Arzttermin, wollte mich ein wenig beeilen und merkte plötzlich „Ups – ohne den Wagen kann ich gar nimmer richtig laufen…“. Das war ein richtiger Schock für mich. Negativ in der Hinsicht, dass ich seitdem ständig drüber nachdenke wie und ob ich irgendwo laufen kann und positiv weil ich meiner Osteopathin davon erzählte und die meinte, dass die Muskulatur ganz ganz dringend aufgebaut werden muss. Und sie sei normalerweise kein Fitnessstudiobefürworter, aber mit Krankengymnastik allein sei da wirklich nichts zu machen. Ich müsse mich an Geräte schwingen… :mrgreen:

Klar haben mir Leute vorgeschlagen „Geh doch wieder zu der Reha“ Dazu kann ich nur sagen: Auf gar keinen Fall! Sobald ich nur in die Nähe von dort komme oder darüber nachdenke fange ich an zu humpeln. Nee nee – so viel weiß ich von Psychosomatik dann doch, dass mir das nicht gut tut ;-).

Ich muss unter normale Leute mit normalem Fitnesstraining und normalen Geräten um mich auch nur halbwegs normal zu fühlen. Kein Nachteil ist in diesem Fall natürlich die Nähe zu meinem zu Hause, die Möglichkeit der Kinderbetreuung und der Sauna/Dampfbad/Wellnessbereich dort :-).

Bisher fühle ich mich dort wohl, habe einen Trainingsplan der mich nicht überfordert und habe soviel Motivation, dass ich es bisher zweimal die Woche dorthin geschafft habe. Mehr kann ich für den Anfang nicht erwarten. Muskelkater hatte ich zum Glück auch nur nach dem ersten Mal. Das ist wirklich ok und ich hoffe so sehr, dass es was nutzt. Dass ich bald ohne nachdenken locker vor mich hin laufen kann. Und ein strafferer Körper und vielleicht ein bisschen beschleunigte Abnahme wäre natürlich ein hübscher Nebeneffekt ;-).

Drückt mir die Daumen! 🙂

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Vatertag

Wie ist das denn heutzutage eigentlich mit dem Vatertag?

Muss man da als Kind was schenken? Oder wenn das Kind noch zu klein ist sollte jemand anders was schenken? Die Mutter beispielsweise? Oder wird da einfach nur gesoffen?

Bei uns war das früher ehrlich gesagt ein Feiertag wie jeder andere auch – jeder hat gemacht was er wollte und abends wurde vielleicht zusammen gegessen und TV geschaut. Keine Geschenke und mein Vater hat glaube ich auch nichts erwartet. Schließlich hat er sich die anderen 364 Tage im Jahr auch nicht so sehr engagiert mit der Vatersache (na gut, manchmal schon „Warum ist das nur eine 1- geworden und keine 1“ beispielsweise oder „Ach ja, du spielst übrigens bei der und der Veranstaltung Klavier…“) aber ansonsten – hhmmm – ja doch, er hat uns morgens mit zur Schule genommen. Ich will ihm auch nicht Unrecht tun, prinzipiell war er sicher für uns da, ich habe bestimmt einfach nur viel vergessen. Wie auch immer, dem Vater haben wir jedenfalls nie ein Blümchen zum Vatertag geschenkt. Hätten wir vielleicht mal machen sollen. Vielleicht hätte er ja dann auch mal gekocht oder die Wäsche gebügelt ;-).

Hier in der Region gibt es scheinbar so eine Tradition, dass mit einem Bollerwagen herumgefahren und ein Kasten Bier geleert wird. Auch interessant. In der Herde Vagabundieren und Trinken – so sieht also der Wunschtag des Mannes hier aus. Warum nicht? Während also an Muttertag etwas mit der Familie unternommen wird und die Mutter ein Blümchen oder ein Gedicht bekommt (oder später vielleicht eine Flasche Champagner) darf der Vater endlich mal weg von der Familie und einen Tag mit den Kumpels verbringen. Und mit Bier.

Irgendwie bin ich froh, dass bei uns zu Hause solche Klischeegeschichten nie groß eine Rolle gespielt haben und mein Vater steht nicht so auf Bollerwagen und Bier. Außerdem war er ja sowieso immer mit seiner Arbeit beschäftigt. Oder mit einer seiner 100 Freizeitverpflichtungen.

Ich glaub ich kaufe ihm irgendwann einfach mal ein Blümchen, sage ihm ein Gedicht auf und schaue wie er reagiert :mrgreen:

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Logische Herzoginkartoffeln

Heute haben wir mal wieder versucht mit „logischen“ Zutaten etwas zu kochen, was normalerweise eine KH Bombe ist und lecker schmeckt. Schon ewig habe ich keine Herzoginkartoffeln gegessen, hatte darauf aber mal wieder richtig Lust. Die Überlegung mit was die Kartoffel an sich in diesem Fall ersetzbar wäre, ergab (wie meistens) Sellerie, Pastinake, Petersilienwurzel oder Rüben (z.B. Steckrüben). Da alles andere gerade nicht greifbar war, haben wir es heute mit Sellerie ausprobiert. Ich bin absolut kein Selleriefan, aber – Surprise – es war echt lecker!

Genug herumgequatscht – hier das Rezept (wobei es sicher noch optimiert werden kann!)

1 Sellerieknolle schälen und in Würfel schneiden
In wenig Wasser garen, oder (im Thermomix) dämpfen (ich hatte sie im Garkörbchen circa eine halbe Stunde auf Varoma).

Dann abschütten, etwas abkühlen lassen, würzen (Salz, Pfeffer, Muskat) und ein ordentliches Stück (50-100g) Butter dran (ich hatte Salzbutter).

Pürieren (hab ich im Thermi gemacht).

Dann etwas Parmesan, Pecorino oder einen anderen Hartkäse eurer Wahl reiben und unterrühren.
Zwei kleine oder ein großes Ei trennen, Eigelb unterrühren, Eiweiß schlagen und dann vorsichtig unterheben.

Die Masse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben und kleine Rosen (oder Häufchen oder wie auch immer ;-)) auf ein Backblech mit Backpapier spritzen.

Bei 150-180 Grad Umluft circa 20-25 Minuten backen. Ich hatte es 15 Minuten bei 170 Grad drin und dann noch 10 Minuten bei 155 Grad. Sie waren obendrauf schon bräunlich, aber leider untenrum noch etwas weich. Ich würde empfehlen, die Rosen möglichst klein zu halten und das Ganze so lange wie möglich zu backen ohne dass es zu braun wird obendrauf. Vielleicht kann man es auch frittieren :mrgreen:.

Geschmacklich fand ich die Herzoginselleries super! War ein bisschen wie Herzoginkartoffeln aber würziger durch den Sellerietouch. Den Low Carb Essern würde ich es uneingeschränkt empfehlen, den „normal“ Essern möchte ich aber schon noch dazu sagen, dass es natürlich nicht 1:1 100% Herzoginkartoffeln sind (also nicht dieses TK Fertigprodukt was man so kennt). Ich sage das mittlerweile lieber dazu, da einige sonst vermutlich enttäuscht sind. Ihr könnt das auch gern mit Kartoffeln machen. Dann sind es wirklich Herzoginkartoffeln ;-).

Ich kann mir vorstellen, dass man diese Herzoginselleriedinger auch schön aus anderen festen Gemüsesorten machen kann. Und natürlich dass der Würzfreude keine Grenzen gesetzt sind. Sicher schmecken die auch mediterran mit Kräutern oder mit anderen Geschmacksgebern. Trüffel könnte nett sein. Oder Knobi oder Zwiebel. Oder was auch immer euch so gefällt :-).

Viel Spaß beim ausprobieren!

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Update: gestern haben wir die Dinger ohne Käse, dafür mit 2 EL Kichererbsenmehl im „Teig“ gemacht. War von der Konsistenz her schon viel näher dran. Und mein Liebster hat sie aufs Blech gespritzt, dadurch waren sie viel hübscher als letztes mal. Leider haben wir kein Foto davon, sie waren schneller weg als ich dran denken konnte zu fotografieren.