… aus dem Leben einer Fairy

Archiv für März, 2013

Die perfekte „LOGIsche“ Pizza

Ich liebe Pizza.

Bisher waren Pizzen (vor allem auch selbst gemachte) zwar ganz lecker, aber mit dem Teig haperte es doch öfter. Er wurde zu dick, zu mehlig, zu weich, zu verbrannt oder die Hefe hatte keine Lust zu arbeiten. Klar, ich habe schon ein paar richtig gute Pizzen hinbekommen, aber oft hat es eben nicht perfekt funktioniert.

Seit ein paar Wochen habe ich meine Ernährung ja LOGIsch umgestellt, was nicht heißt, dass ich keine Pizza mehr essen darf/will. So haben wir uns in den letzten Wochen an ein paar Experimente gewagt, die ich ohne LOGI vermutlich nicht gemacht hätte.

Es gab Pizza mit Kichererbsenteig, mit Hackfleischteig und was noch aussteht ist die Pizza mit Blumenkohlboden. War bisher alles ganz ok und geschmacklich völlig in Ordnung, aber so richtig „Pizzaboden“ war das nicht. Gestern jetzt eine etwas aufwändigere Methode aus dem LogiForum. Die Zubereitungsart nennt sich dort „Frühlingstagpizza“ nach der Erfinderin. Auch hier geht es um einen Kichererbsenteig, der jedoch doppelt gebacken und dadurch richtig knusprig wird. Dauert eben etwas länger und damit es perfekt wird braucht man zwei verschiedene Formen, aber Hey- das ist mir eine gute Pizza definitiv Wert.

Und was soll ich sagen – ganz ganz ehrlich, das war die beste Pizza, die ich je selbst gemacht habe. Kein Mehlgeschmack, knuspriger nicht zu dicker Boden, der Teig muss nicht gehen und der Belag ein Traum aus Chili-Salami, Käse, Oliven und Chiliöl. Dazu ein schöner großer Salat, damit Stufe 1 nicht zu kurz kommt. Also ich bin zufrieden und habe sogar für heute noch ein Stückchen übrig.

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Die schlanke Wahl

Ich habe einen schweren Knochenbau. Hhmm, naja, oder zumindest eine Veranlagung dazu, jedes Gramm Futter optimal zu verwerten. In der Steinzeit wäre ich der Held gewesen. Ok, bis auf die Sache mit den Knien natürlich. Die hätte mich vermutlich umgebracht, weil ich nicht hätte weglaufen können vor Säbelzahntigern. Oder Mammuts. Von daher hat es Vorteile in unserer Zeit zu leben. Früher war eben doch nicht alles besser.

Schon als Jugendliche war ich keine große Sportskanone (die Knieprobleme fingen an als ich ungefähr acht Jahre alt war) und gegessen habe ich schon immer für mein Leben gern. Diese Kombination bewirkte, dass ich noch nie die Schlankste in der Klasse, aber auch nicht wirklich dick und anfangs nicht unglücklich mit meinem Gewicht war. Das kam erst als mein erster Freund sich zwar an den positiven Aspekten meiner weiblichen Figur erfreute, aber dann doch meinte, ich sollte doch mal ein paar Kilo abnehmen. Da habe ich getan, (damals mit der Brigitte Diät (1000 Kalorien, dauernd standen so eklige Dinge wie Corned Beef auf dem Plan und ich war ständig hungrig)) und das Arschloch dann wegen einem anderen Kerl verlassen. Diese Beziehung wiederum war aus verschiedenen Gründen ein groooooßer Fehler – aber das ist eine andere Geschichte.

Ich bin jedenfalls zu dem Zeitpunkt dieser ersten Diät in das berühmte aber echt fiese Jojo-Modell eingestiegen ohne es zu wissen. Einige Zeit war alles gut, mein damaliger Freund und ich haben die geringen finanziellen Mittel die wir hatten in andere Dinge investiert als in Nahrung. Aber als ich irgendwann wieder anfing „gesünder“ zu leben und mehr Nahrungsmittel zu konsumieren, schoss mein Gewicht quasi in die Höhe. Nach jedem neuen Abnahmeversuch und auch nach jeder neuen Knieoperation waren es 5 bis 10 Kilo mehr.

Immer wieder habe ich mit dem berühmten Konzern mit dem großen W, mit angeblichen Glücksdiäten oder einfach nur FDH etwas Gewicht verloren und viel mehr wieder drauf gelegt. Nach der letzten OP war es mehr denn je und ich konnte und wollte mich mit dem Thema „Abnehmen“ am liebsten gar nicht mehr beschäftigen. Also wurde ich schwanger und nahm einfach noch mal zwanzig Kilo zu… (naja, das mit den zwanzig Kilo war nicht wirklich so geplant…).

Die Schwangerschaftkilos schwanden zwar einigermaßen zügig dank Stillen aber der Bauch nicht wirklich und neben dem vorher sowieso schon vorhandenen Übergewicht hatte ich jetzt auch auch noch einen richtigen Bauch. Toll.

Alle Versuche mit dem großen W scheiterten und ich kam einfach nicht mehr auf einen grünen Zweig. Die Marketingsprüche mit der „schlanken Wahl“ beim essen und der Fettaugenzählerei (ich hab zum abmessen immer den größten Teelöffel genommen den ich hab) haben mich einfach nur noch genervt. Und ich weiß auch, dass ich beim abmessen der Mengen zu Selbstbetrug geneigt habe. Und dass ich krampfhaft alle „Punkte“ die ich hatte aufgegessen habe. Für mich war das kein gutes Konzept mehr (was nicht heißt, dass es für andere nicht super funktioniert).

Ende Januar habe ich ein Buch über den Jojo Effekt gelesen und verstanden was da bei mir alles schief läuft. Und warum das nicht funktioniert mit dem Gewicht abnehmen und halten. Dann habe ich mit der Atkins-Einleitungsphase begonnen (hätte auch Dukan oder irgendwas anderes für die Ketolysefähigkeit des Gehirns machen können) und jetzt langsam auf LOGI umgestellt. Was ich daran gut finde ist, dass es zunächst mal hauptsächlich um gesunde und natürliche Ernährung ohne Kohlehydratmast geht. Und in zweiter Linie um langsame Abnahme. Das mache ich jetzt seit Ende Februar und es geht mir wirklich gut damit. Keine Heißhungerattacken, keine Schokoorgien und weniger Lust auf Nudeln als ich gedacht hätte.

Dafür probiere ich viele neue Rezepte und Alternativen zu Brot, Nudeln etc. aus und finde bisher einiges besser als das Original. Anderes nicht wirklich. Aber man muss ja auch nicht komplett darauf verzichten. Ich versuche aber erstmal soweit wie möglich ohne KH auszukommen um den Heißhunger nicht zu locken.

Ein spannendes Experiment und ich werde weiter berichten (4 Kilo sind mittlerweile gegangen, wobei ich natürlich ungeduldig bin weil es langsamer geht als früher mit WW, aber dafür hoffe ich eben auf das Ausbleiben des bösen Jojo…schauen wir mal :-).

Ein paar Rezeptfotos will ich euch natürlich nicht vorenthalten:

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Die Fairy und der Sport (oder auch Hoop Hoop)

Ich habe mir ein Sportgerät gekauft. Verrückt, ich weiß!
Da die meisten Sportarten für mich von Natur aus ausfallen dank meiner Knie, wollte ich ein möglichst knieschonendes Sporthobby finden. Gar nicht so einfach, zumal die Klassiker Rad fahren und schwimmen auch nicht so richtig toll funktionieren. Ich dürfte nur Rückenschwimmen und das ist auch immer sehr aufwändig mit der Maus und nur am Wochenende eine Option und der Hometrainer und ich sind keine Freunde geworden weil mir immer die gesamte Sitzregion furchtbar wehgetan hat dabei bzw. auch danach. Ja, ich bin was Sport betrifft vielleicht ein bisschen wehleidig oder so, aber es bringt ja nix mich zu irgendwas zu zwingen worauf ich keine Lust hab. Den Crosstrainer habe ich früher ganz gern genutzt, aber in der neuen Wohnung hätte der einfach nirgendwo Platz gefunden ohne so richtig im Weg zu stehen. Mit dem Fitnessstudio habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass ich eine prima Karteileiche abgebe. Ich hab auch ein Trimilin, also so ein Mini Trampolin, darauf bin ich früher total gerne gelaufen und alles, aber seit der letzten OP fehlt mir dafür absolut die Balance und die Flexibilität im Bein. Darauf fühle ich mich momentan wie ein wackeliger Holzklotz. Ich werde es zwar immer mal wieder versuchen (das Ding war ja auch ziemlich teuer) aber es ist sehr frustrierend :-(.

Als ich neulich von einem Sportgerät der etwas anderen Art gelesen habe, dachte in mir: Genau, das könnte doch was sein. Gut für die Beweglichkeit, macht vielleicht Spaß und ist ja auch anstrengend genug um als Sport durchzugehen. Daher kontaktierte ich die liebe Dankeschön von Twitter, da ich wusste, das sie die meiste Erfahrung mit besagtem Sportgerät besitzt.

Und siehe da, sie bastelt und verkauft die Dinger sogar :-).
Ein spontaner Trip nach Trier brachte uns somit letzte Woche nicht nur einen schönen Urlaubstag mit lecker Essen gehen und einem kurzen weil verschneiten Stadtbummel, sondern auch einen extra für mich hergestellten individuellen Hula-Hoop-Reifen . Klingt vielleicht komisch, ist aber wirklich eine schöne Sache. Zuletzt hatte ich als kleines Mädchen so ein Ding in der Hand bzw. um die Taille und damals habe ich es geliebt. Schade, dass man solche Sachen irgendwann einfach nicht mehr nutzt. Und ich übe jetzt seit Montag sogar täglich fleißig damit. Meine Bewegungen sind noch nicht wirklich rund und geschmeidig und der Reifen hat offenbar eine heiße Liebesgeschichte mit unserem Fliesenboden am laufen (ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum der Boden eine quasi magische Anziehungskraft für ihn haben sollte…) aber es macht tatsächlich Spaß und ich sehe erste Erfolge (ich bin erst nach vier Minuten statt nach zwei völlig erledigt). Und das Gefühl ein bisschen was für die Fitness zu tun ist gut.

In diesem Sinne, vielen Dank liebe @Dankeschön und allzeit gut Hoop :mrgreen:

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