… aus dem Leben einer Fairy

Krankenhaus

Ihr Lieben,

seit einer Woche befinde ich mich nun in stationärer Behandlung in einer Universitätsklinik, deren Name nicht genannt werden wird.

Die Operation sei gut verlaufen, meint der Professor (die große Metallplatte wurde entfernt und eine diagnostische Arthroskopie durchgeführt). Ich nehme jetzt einfach mal an, dass das ordentlich gemacht wurde und ich bald wieder laufen kann. Hoffentlich. Jetzt heißt es erstmal noch drei Wochen Sohlenkontakt mit dem Boden (auf Stöcken quasi) und dann evtl Reha. 

So weit – so gut.

Unfassbar für mich sind die Gesamtzustände dieser Klinik. Ich kann es immernoch nicht glauben, dass ich ernsthaft keine Toilette im Zimmer habe, sondern mir mit der kompletten Orthopädiestation das gar nicht mal so stille Örtchen teilen muss. Das klingt jetzt erstmal vielleicht nach einem Luxusproblem – aber letztlich kann hier fast keiner laufen und man muss sich zu jeder Tages- und Nachtzeit irgendwie über diesen Flur schleppen für ein Pipi. Und dann natürlich vorher alles desinfizieren, weil…sauber ist anders! Find ich krass und hab ich echt noch nie erlebt. In noch keinem Krankenhaus. Achso, und hab ich schon das einlagige Recyclingtoilettenpapier erwähnt? Sich im Krankenhaus auch noch mit Schmirgelpapier den Hintern abwischen zu müssen – muss nicht sein. 

Was mich zudem wahnsinnig nervt sind die unterschiedlichen Aussagen hier – das variiert von „Sie können morgen duschen, wir kleben die Narbe ab.“ bis zu „Keine Dusche bevor die Fäden nicht gezogen sind.“ – DAS SIND ZWEI VERDAMMTE WOCHEN!!! Und das – mit Verlaub gesagt – aus purer Faulheit. Bisher ist mir jede noch so große Narbe abgeklebt oder das komplette Bein in Plastiktüten verpackt worden und man hat mich geduscht – egal wie – das ging IMMER! Und hier geht das jetzt nicht. Ich vermute es hängt nicht daran, dass für die ganze Station nur ein Badezimmer zur Verfügung steht, sondern daran, dass es ja extra Aufwand wäre. Den hier jeder scheut. Da sitzt man lieber zwei Stunden im Stationszimmer und hält einen Plausch. Logisch.

Aber das schlimmste ist meiner Meinung nach die Versorgung mit Vitalstoffen (die ja für den Organismus und die Heilung eine große Rolle spielen). Die gibt es hier nämlich einfach mal nicht. Das Essen besteht aus Brot – ‚Kommissbrot‘ (war früher für Soldaten, kein VK), Wurst (nur die ganz fette natürlich) und Käse, Fleisch, Kohlehydraten (Nudeln, Kartoffeln) und Tütensauce. So einen Dreck würde ich nicht mal jemanden zu essen geben, den ich nicht leiden kann. Meine vorsichtige Anfrage, ob man evtl Kohlehydrate oder die abendliche Sauerkonserve durch echtes Gemüse ersetzen könnte, stieß auf vehementes Kopfschütteln. Sowas sei völlig unmöglich.

Außer Schmerzmitteln gibt es keinerlei unterstützende Medikation oder Vitamine/Mineralstoffe/Ballaststoffe/Enzyme – nix für die Heilung. Im Gegenteil wird es hier offenbar für Hokuspokus gehalten, wenn der Patient sich mit Vitalstoffen selbst versorgt und damit nicht hinter dem Berg hält. Dafür bin ich garantiert die Einzige hier, die keine Verdauungsprobleme und eine super Wundheilung hat. Zufall?!? 

Die Bauarbeiten hier auf der Station möchte ich gar nicht erwähnen, dafür kann ja niemand was. Sie sind halt laut. Aber wenn dafür die nächsten Patienten ein Klo mehr haben, oder nicht mehr auf Erbsensuppengrün schauen müssen – meinetwegen. 

Alles in allem – bin ich offenbar in einem waschechten KRANKENhaus gelandet und keinesfalls in einer Einrichtung, die sich mit GESUNDHEIT beschäftigt. Und dann wollen sie mich noch eine zweite Woche hier behalten? Wo ich zu Hause wesentlich besser versorgt wäre? Das liegt dann wohl daran, dass man Privatpatienten trotz mieser Bedingungen gern noch ein bisschen behält um die Bauarbeiten zu finanzieren… 

Sektevent

Und um ein bisschen zu feiern und ein paar schöne Erinnerungen für vielleicht nicht so schöne Tage zu sammeln (nennt mich Frederick ;-)), waren wir letztes Wochenende bei einem besonderen Event.

Es gibt in der Region meiner Heimat einen Weinhändler, der immer mal wieder besondere Abendereignisse anbietet, zu denen wir immer wieder gerne gehen.

Diesmal war es ein Sektevent, es wurden also über den Abend hinweg 11 (oder waren es 12???) verschiedene Blubberwasser getrunken, dazu feines Essen und viel Wissen über die Herstellung und den Anbau – perfekt! Es ist wirklich erstaunlich, wie die Qualität und der Geschmack verschiedener Anbaugebiete, Rebsorten, Abfüllungen, Tankgärung/Flaschengärung, Preise variieren. Erstaunlich auch, dass einem der teuerste Sekt (mit immerhin um die 40 Euro pro Flasche) gar nicht mal am besten schmeckt. Und dass man nach acht Sorten Sekt auch eigentlich lieber zu Wasser übergeht… 😉

Alles in allem ein toller Abend mit guter Unterhaltung, netten Leuten und der Gewissheit, niemals wieder unbedacht zu einem Supermarkt-Sekt zu greifen.

…nach der ganzen Plackerei, Lernerei, vielen 100 Theoriestunden,  200 Supervisionsstunden, 2000 Praxisstunden und vielen vielen Teuros.

Party!!!

Und dann kann es richtig losgehen…also nach der KnieOP, aber das ist eine andere Geschichte und die soll ein anderes Mal erzählt werden. 

Es gibt so viele Dinge, die in letzter Zeit in meinem Leben gut laufen. Dafür bin ich dankbar!  Alles was mit unserem Fairykind zu tun hat (sie wird schon bald vier und ist eine willensstarke kleine Persönlichkeit mit einer Vorliebe für alles was rosa ist und glitzert ;-)), die Ausbildung ist quasi zu Ende (es fehlt noch die mündliche Prüfung), Zukunftspläne nehmen Gestalt an und auch sonst gibt es einiges was gut läuft… 

Nur eine Sache läuft nicht, bzw. insgesamt zwei – die Beine.

Seit Ende Januar schleppe ich mich mal wieder auf Stöcken durch die Welt. Es ist gar nichts gravierendes passiert. Das Knie hat einfach beschlossen, öfter einzuknicken, der Fuß hält nicht fest auf dem Boden, ich finde keine Stabilität und keine Balance, dazu kommen Schmerzen bei Belastung. Wenn ich das Bein anspanne, fühlt sich irgendwas komisch an. Besser kann ich es nicht beschreiben. Bildgebung bringt nicht viel, da mein Bein voller Metall ist. 

Auch der dritte Arzt meint jetzt, er könne mir nicht helfen und das Metall im Bein sei dort schon viel zu lange drin. Aaaaber…ob die Entfernung des Metalls helfen wird – das kann mir keiner sagen. 

Das ist jetzt eine richtig blöde Situation für mich (und natürlich auch für mein direktes Umfeld!). So wie es ist, so kann es nicht bleiben. Änderungsoptionen versprechen keine Besserung und nicht-invasive Methoden sind eigentlich schon seit dem Sommer letzten Jahres (Spritzen, KG, Akupunktur etc) ausgereizt. Nichts hilft. 

Mit Mitte 30 nicht mehr laufen zu können – das kann nicht sein, darf nicht sein. Das will ich nicht. Seit meiner Kindheit hat sich mein Bewegungsradius immer weiter eingeschränkt. Von Tennis und Ballett kam ich über wandern, walken und Fitnessstudio bis hin zu geradeaus laufen und Krankengymnastik. Und jetzt nicht mal das? Inakzeptabel. 

Einerseits will ich meine Energie und Konzentration in die letzte Prüfung und vor allem Zukunftspläne stecken – andererseits kann ich meinen Körper nicht ignorieren, er gehört ja zu mir. Und er will wieder laufen können. Ich will wieder laufen können. 

Wer hier seit der letzten OP vor sechs Jahren mitliest, erinnert sich vielleicht, wie es mir nach dem großen Eingriff ging…

Ich habe Angst. 

Und ich weiß es gibt 1000 schlimmere Dinge auf der Welt. Aber das hier ist gerade wirklich belastend für mich. Und keiner kann es für mich entscheiden. Das macht keinen Spaß. 

Ich wünsche…

Euch, frohe Ostern gehabt zu haben!

Bei mir war es ruhig, aber gesellig. Von Familienfeier über Gammeltag bis zu Stricktreffen war alles geboten 🙂

  
Und morgen ist schon wieder Dienstag – verrückt! 

Ist Zing der Zonk?

Ihr Lieben,

mit Stricknadeln ist das ja so eine Sache. Am Anfang (also vor circa 100 Jahren im Schulunterricht) gab es solche Metallnadeln. Punkt. Die gab es in verschiedenen Stärken und das war’s dann auch schon mit der Auswahl.

Heutzutage gibt es ein größeres Sortiment in verschiedenen Materialien, von Plastik/Acryl über Holz bis hin zu Bambus, rund, eckig, mit und ohne Schraubverbindung – da ist alles geboten. 

Besonders angetan haben es mir – seit ich sie zum ersten Mal sah – die Symfonie Nadeln <3. Hach ich liebe sie. Sie sind schön, praktisch, haptisch und optisch ein Genuss, einfach toll. Seit ich sie besitze, stricke ich so gern wie nie zuvor. Sie haben mich bereits durch viele schöne Projekte begleitet und ich habe sie in allen Stärken, rund, als Nadelspiel, gerne auch mehrfach. Sie haben nur einen kleinen Nachteil – sie können (relativ leicht) zerbrechen. 

Naja, mir persönlich ist ehrlich gesagt bisher erst eine Nadel gebrochen und ich war selbst schuld – also im Klartext – ich hab mich drauf gesetzt.

Neulich las ich dann von einer Neuheit, den Zing Nadeln aus Aluminium, stabil und ebenfalls schön und angenehm in der Hand. Gleiche Firma. Also habe ich mir ein paar davon bestellt, denn ich möchte ein Zopfmuster stricken und die Holznadeln sind da angeblich nicht stabil genug, sagt zumindest die Strickgruppe auf Facebook.

Stimmt auch bestimmt alles mit den Zing Nadeln, ABER die Verbindung der Nadeln mit den Kabeln ist gelinde gesagt ruppig. SEHR spürbar. Und wenn man empfindliches Garn hat und fest strickt (so wie ich!), dann ist das ein echtes Problem! 

Also zurück zu Symfonie und hoffen, dass nix bricht – oder? :-/  

 
Was meint Ihr? 

Asymmetrische Tunika

Ihr Lieben,

ich hatte ja berichtet, dass ich in letzter Zeit viel um die Ohren hatte, aber für eine Sache habe ich mir doch Zeit genommen, da sie mich entspannt wie sonst nichts (naja, zumindest nichts was jederzeit schnell, günstig und einfach erreichbar ist, nicht ungesund ist und nicht dick macht ;-)):

Wolle 🙂

Ich habe mich in letzter Zeit auf große und ohne geistige Anstrengung mögliche Projekte konzentriert, da mich alles andere zuviel geistige Ressourcen gekostet hätte, die ich zum lernen brauchte. Und einfach vor mich hinzustricken empfinde ich als höchst meditativ (wobei ich da in letzter Zeit viele verschiedene gute Methoden für mich gefunden habe). Yoga ist beispielsweise auch sehr entspannend wenn man nicht zu ehrgeizig ist mit diesen Asanas.

So entstand beispielsweise völlig entspannt und stressfrei diese asymmetrische Tunika, über die sich meine beschenkte Freundin sehr gefreut hat 🙂