… aus dem Leben einer Fairy

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Hüftgold

Nachdem ich mir neulich zuerst auf Twitter und dann in einer Zeitschrift so richtig Lust auf Cupcakes angelesen hatte, wollte ich gestern spontan ein paar dieser lustigen und dekorativen Gebäckstücke zubereiten. Da das bestellte Rezeptbüchlein inklusive Zubehör wie Förmchen etc. gestern bei mir eintraf, steckte ich es schnell zum Einkauf ein und besorgte im Laden meines Vertrauens die Zutaten für ein Rezept namens „Hüftgold“ – Double Chocolate Cupcakes. Zu meinem Erstaunen verließ ich das Geschäft hauptsächlich mit Bergen von Schokolade und Sahne – komisch.

Zu Hause angekommen wollte ich dann mal eben so zwischendurch frisch ans Werk – üblicherweise mixt man für die mir bekannten Muffinrezepte einfach alle Zutaten zusammen und backt sie in Förmchen… Nicht so in diesem Fall.

Das Rezept beinhaltete mir ansonsten quasi unbekannte Disziplinen wie Eier trennen, Eischnee schlagen, alles mögliche einzeln schaumig rühren, unterheben, in Spritzbeutel füllen etc. Schockiert war ich auch darüber, dass man die mühsam gebackenen Teiglinge nach dem abkühlen aushöhlen und mit Zartbitterschokolade neu füllen sollte. Alles sehr dubios.
Außerdem kam in dem Rezept absolut kein Backpulver und fast kein Mehl vor. Dafür kiloweise Schokolade. Und man musste auch noch Dinge über Nacht abkühlen lassen. Also nichts für den schnellen Genuss am Abend. Mist.

Ganz ehrlich – das war das komplizierteste Kuchenrezept, das ich jemals zu backen geplant habe und ich war kurz davor die Schokolade einfach so zu essen und die Cupcakes Cupcakes sein zu lassen. Jetzt weiß ich auch, dass Cupcakes mit Muffins nicht viel mehr als die Form gemeinsam haben. Es geht hier um ausgewachsene Konditortortenbackkunst in klein.

Aber dann packte mich doch noch der Ehrgeiz und viele der Aufgaben konnte ich mit meiner Wundermaschine erledigen. Außerdem hätte ich sonst kiloweise Dekomaterial umsonst gekauft. Das konnte ich so nicht stehenlassen. Es hat mich circa drei Stunden und einige Nervenzusammenbrüche gekostet, die Dinger fertigzustellen aber heute morgen waren sie endlich in aller Pracht zu bewundern:

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Und vor allem auch zu kosten. Zuckersüß und sahnig, aber mit einem Herz aus Zartbitterschokolade und einem biskuitähnlichen Teig treffen die kleinen Kalorienbömbchen kalorienfreien Vitaminbomben genau meinen Geschmack. Das Frosting besteht übrigens aus weißer Lindor Schokolade und Sahne. Vermutlich könnte man mit dem in einem Cupcake enthaltenen Nährwert auch gut eine ganze Fußballmannschaft ernähren, aber egal. Ist ja Adventszeit :mrgreen:.

Ob die Cupcakekonditorenkunst und ich auf Dauer Freunde werden weiß ich noch nicht, vermutlich ist mir das Ganze auf diesem Niveau doch etwas zu zeitintensiv, aber das Ergebnis überzeugt gustatorisch schon extrem.

So, jetzt hab ich vom vielen erzählen wieder Hunger.

Ich glaub ich geh mal kurz ein Cupcake essen :-).

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