… aus dem Leben einer Fairy

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Liebe geht nicht nur durch den Magen…

…sondern auch durch alle Zeiten. So berichtet es zumindest Kerstin Gier in ihrer Zeitreise-Trilogie mit Titeln in den schönen Edelsteinfarben „Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“. 

Auf der Suche nach etwas seichter Feierabendunterhaltung sind wir neulich über den Film „Rubinrot“ gestolpert und fanden ihn für eine deutsche Produktion ganz gut. Vor allem wollten wir danach natürlich wissen, wie es mit dem Zeitreise-Pärchen Gwendolyn und Gideon weitergeht. Daher haben wir uns die Bücher gekauft, auf denen die Geschichte basiert.

Ja, kann man lesen. Vor allem wenn das Kind krank ist und man sowieso nichts sinnvolles arbeiten kann. Die Bücher sind humorvoller als der Film, natürlich nicht vergleichbar mit dem Humor eines Terry Pratchett oder dem von Christopher Moore. Auch die Detailverliebtheit von Tolkien sucht man hier vergeblich, aber die Bücher lesen sich leicht, locker und schnell. Es ist eine klassische Hin und Her Liebesgeschichte mit vielen Zeitsprüngen, einem klassischen Bösewicht, einer besten Freundin, einem Rokokogeist und einer neidischen Cousine. 

Am Ende waren wir leicht enttäuscht, weil einige Fragen offen bleiben und nicht jedes angerissene Thema hinreichend aufgelöst wird – aber da bin ich seit Büchern wie „Das kalte Jahr“ oder „Murmeljagd“ nicht mehr so anspruchsvoll. Ein bisschen Rätsel darf bleiben. 

Fazit: Perfekt als leichte Urlaubs- oder Krankenlektüre, ich bin gespannt auf die weiteren Filme, falls es sie alle drei geben wird. Romantisch, spannend, lustig, aber nicht gruselig oder nervenaufreibend. Zudem sind die Cover schön gestaltet (aber man soll ja nie ein Buch nach dem Cover beurteilen ;-)). Meine persönliche Lieblingsfigur: Wasserspeierdämonengeist Xemerius.

  

Das Lieblingsspiel

Dieses Buch von Leonard Cohen wurde neulich auf einem Symposium empfohlen und auf dem Einband steht, es sei einer der besten 10 kanadischen Romane des letzten Jahrhunderts.

Mal im Ernst: Wenn DAS eines der besten kanadischen Bücher ist, dann sind die Kanadier unheimlich schlechte Schriftsteller. Noch selten habe ich einen solchen Schrott gelesen wie dieses Buch. Ich habe es natürlich trotzdem bis zum Ende gelesen, weil ich geschriebenen Werken immer eine Chance gebe, zum Ende noch besser zu werden. Hat nichts genutzt.

Sprachlich ist es zwar gut zu lesen und der Protagonist ist verrückt genug um interessant zu wirken, aber alles in allem war mir die Handlung zu flach, die Gedankengänge zu gestört und der Stil zu autobiographisch getönt. Gegen Ende hatte ich den kurzen Impuls, das Buch an die Wand zu werfen. Da es somit im Gegensatz zu anderen Büchern geschafft hat, Aggression hervorzurufen, ist es zumindest emotional ansprechend. Ungefähr so ging es mir auch damals bei Schulliteratur manchmal. Das Buch „Der Untertan“ beispielsweise habe ich aufrichtig gehasst. Naja, vielleicht bin ich für die sogenannte „Weltliteratur“ oder manche „Klassiker“ einfach nicht geschaffen.

Enttäuscht lege ich das Buch auf den „an unangenehme Menschen zu verschenken“ Stapel und widme mich einem neuen und hoffentlich besseren Schriftstück. Der Aufschrift auf einem beliebigen Haushaltsartikel 😉

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Ps: Was die Herren interessieren könnte 😉 Es geht zwar überwiegend um Brüste und Beine, aber auf einem bei dem Thema fast unglaublich unerotisch sachlichen Niveau.