… aus dem Leben einer Fairy

Archiv für die Kategorie ‘Literatur’

Ich bin dann mal in Kur

Naja, nicht so richtig in Kur mit Massage oder sowas, aber doch vielleicht ein bisschen. Im Geiste zumindest. Wenn ich so drüber nachdenke, hätte ich gegen Massage aber auch nichts einzuwenden. Oder so ein Thalasso Bad. Ich glaube ich bin urlaubsreif. Aber wie immer – kein Urlaub in Sicht. Wie auch immer.

Pünktlich zur Prüfungsvorbereitung brachte mir diese Woche der weltbeste Ehemann ein interessantes Buch mit nach Hause:

  
Einige Tage lang bin ich jetzt drumherum geschlichen, habe überlegt ob ich mir so einen „Zeitkiller“ angesichts der überwältigenden Menge an Prüfungsliteratur leisten kann und soll. Dann dachte ich mir, dass ein bisschen Ausgleich zu dem teilweise doch sehr trockenen und gewöhnungsbedürftigen Lernstoff (ja, das ist noch euphemistisch ausgedrückt!) nicht schaden kann. Außerdem ist Selbstfürsorge ja ein wichtiges Thema und wird in meinem Beruf zur Salutogenese vorausgesetzt. Wenn man sich nicht um sich selbst kümmert – wer tut es dann? 

So gesellte sich heute zu diversen Strickprojekten (ich hoffe, dass ich bald mal wieder etwas repräsentierbares fertig habe) ein kleiner Stapel Papierquadrate. Und Stifte. Und trotz der Gewissheit, künstlerisch bzw. zeichnerisch nicht wirklich begabt zu sein, fing ich an, das Buch zu lesen. Und diese kleinen Quadratdingsis zu bekritzeln.

Mein erstes Zentangle war jetzt leider noch nicht besonders meditativ, aber ich hoffe das kommt mit der Übung. Das mit den Mustern und den Schattierungen ist natürlich auch ausbaufähig und überhaupt, aber dennoch – hier kommt mein erstes Zentanglekurergebnis:

  
Sieht bisschen aus wie ein Zwiebelturmdach, oder? Vielleicht sollte ich doch in Urlaub fahren… 

Bin mal gespannt, ob ich jetzt gleich viel entspannter Psychopharmakologie lerne *seufz*.

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Ohne Ton?!?

Im Hause Fairytalez ereignete sich gestern folgender Dialog:

Fairyminimaus (3) hatte beschlossen, ihre Eisenbahn ausreichend bespielt zu haben und betrat das Wohnzimmer. 

Neugierig: „Mama, was machst du?“

„Ich lese, mein Schatz.“

Sie beobachtete mich eine Weile und meinte dann empört:

„Nein Mama, du liest gar nicht.“

Ich verwundert: „Doch Schatz, ich lese.“

Fairykind völlig entrüstet: „Mama, liest du OHNE TON???“

Ich lachend „Ja Schatz, ich kann auch ohne Ton lesen.“

Das Kind kopfschüttelnd: „Das ist komisch. Lies mir besser was vor. MIT TON!“ 

🙂 

Liebe geht nicht nur durch den Magen…

…sondern auch durch alle Zeiten. So berichtet es zumindest Kerstin Gier in ihrer Zeitreise-Trilogie mit Titeln in den schönen Edelsteinfarben „Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“. 

Auf der Suche nach etwas seichter Feierabendunterhaltung sind wir neulich über den Film „Rubinrot“ gestolpert und fanden ihn für eine deutsche Produktion ganz gut. Vor allem wollten wir danach natürlich wissen, wie es mit dem Zeitreise-Pärchen Gwendolyn und Gideon weitergeht. Daher haben wir uns die Bücher gekauft, auf denen die Geschichte basiert.

Ja, kann man lesen. Vor allem wenn das Kind krank ist und man sowieso nichts sinnvolles arbeiten kann. Die Bücher sind humorvoller als der Film, natürlich nicht vergleichbar mit dem Humor eines Terry Pratchett oder dem von Christopher Moore. Auch die Detailverliebtheit von Tolkien sucht man hier vergeblich, aber die Bücher lesen sich leicht, locker und schnell. Es ist eine klassische Hin und Her Liebesgeschichte mit vielen Zeitsprüngen, einem klassischen Bösewicht, einer besten Freundin, einem Rokokogeist und einer neidischen Cousine. 

Am Ende waren wir leicht enttäuscht, weil einige Fragen offen bleiben und nicht jedes angerissene Thema hinreichend aufgelöst wird – aber da bin ich seit Büchern wie „Das kalte Jahr“ oder „Murmeljagd“ nicht mehr so anspruchsvoll. Ein bisschen Rätsel darf bleiben. 

Fazit: Perfekt als leichte Urlaubs- oder Krankenlektüre, ich bin gespannt auf die weiteren Filme, falls es sie alle drei geben wird. Romantisch, spannend, lustig, aber nicht gruselig oder nervenaufreibend. Zudem sind die Cover schön gestaltet (aber man soll ja nie ein Buch nach dem Cover beurteilen ;-)). Meine persönliche Lieblingsfigur: Wasserspeierdämonengeist Xemerius.

  

Die Bibliothek

Ich bin ja grundsätzlich ein neugieriger Mensch. Und ich liebe Bücher. Ich besitze viele Bücher (auch viele Fachbücher) und in meiner Kindheit und Jugend war ich in der Stadtbibliothek ein häufig gesehener Gast. Ich verschlinge Bücher, ich kämpfe mich durch Bücher, ich verliere mich in Büchern. Bücher sind für mich ein Tor zu fremden und geheimnisvollen Universen.

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Meditation für Skeptiker

So heißt ein Buch, das ich mir gerade angeschafft habe. Nach dem letzten Selbsterfahrungswochenende habe ich wieder einen Zugang zu lang vernachlässigten Quellen gefunden und wollte diese auch nicht gleich wieder verschütten lassen. (mehr …)

Der Hüter des Schlafes

Lustig- diesen halb fertig geschriebenen Post habe ich gerade in meiner unveröffentlichten Blogpostliste gefunden und ich habe zwar keine Ahnung mehr was ich vor ungefähr einem Jahr eigentlich damit sagen wollte, aber er ist mir auch zu interessant um ihn zu löschen. Vielleicht fällt mir die Moral der Geschichte ja irgendwann wieder ein :mrgreen:

Vor einiger Zeit habe ich einen Vortrag gehalten über Träume. Über das Konzept, Inhalte, Deutungsmöglichkeiten und über ihre Funktion. Dazu habe ich verschiedene Literaturquellen gelesen, unter anderem einen Text über die Schutzfunktion von Träumen. Damals fand ich die Idee des Traums als Hüter des Schlafes interessant und irgendwie lustig. Es war ein Beispiel in dem Text, dass man beispielsweise das Klingeln des Weckers unbewusst (träumend) als Schulglocke interpretiert und davon deshalb nicht wach wird, sondern einfach träumt, dass man dann zur Schule geht. Man integriert das eigentliche Wecksignal also in die Handlung des Traums und wird so nicht gestört. Eine unbewusste Leistung unseres faszinierenden Gehirns.
Ich persönlich kannte bis zu diesem Zeitpunkt den Traum eher als lästiges Übel (Albträume hatte ich seit meiner Kindheit häufig und auch immer wiederkehrend) oder als schöne Phantasie (leider viel zu selten hatte ich luzide Träume, in denen ich die Steuerung über mein Tun und die Handlung im Traum übernehmen konnte. Meistens habe ich die Gelegenheit genutzt und bin geflogen, funktioniert übrigens wie schwimmen. Bei mir zumindest.).

Seit ich ein kleines Kind habe kenne ich aber endlich doch die „Hütefunktion“ des Traums. Man integriert Babygeschrei bei sehr dringendem Schlafbedarf prima in Träume… 😉

„Er ist’s“

„Frühling lässt seinen blauen Band wieder flattern vor unsere Haustür.“

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Schönes Wochenende ;-)!