… aus dem Leben einer Fairy

Es gibt so viele Dinge, die in letzter Zeit in meinem Leben gut laufen. Dafür bin ich dankbar!  Alles was mit unserem Fairykind zu tun hat (sie wird schon bald vier und ist eine willensstarke kleine Persönlichkeit mit einer Vorliebe für alles was rosa ist und glitzert ;-)), die Ausbildung ist quasi zu Ende (es fehlt noch die mündliche Prüfung), Zukunftspläne nehmen Gestalt an und auch sonst gibt es einiges was gut läuft… 

Nur eine Sache läuft nicht, bzw. insgesamt zwei – die Beine.

Seit Ende Januar schleppe ich mich mal wieder auf Stöcken durch die Welt. Es ist gar nichts gravierendes passiert. Das Knie hat einfach beschlossen, öfter einzuknicken, der Fuß hält nicht fest auf dem Boden, ich finde keine Stabilität und keine Balance, dazu kommen Schmerzen bei Belastung. Wenn ich das Bein anspanne, fühlt sich irgendwas komisch an. Besser kann ich es nicht beschreiben. Bildgebung bringt nicht viel, da mein Bein voller Metall ist. 

Auch der dritte Arzt meint jetzt, er könne mir nicht helfen und das Metall im Bein sei dort schon viel zu lange drin. Aaaaber…ob die Entfernung des Metalls helfen wird – das kann mir keiner sagen. 

Das ist jetzt eine richtig blöde Situation für mich (und natürlich auch für mein direktes Umfeld!). So wie es ist, so kann es nicht bleiben. Änderungsoptionen versprechen keine Besserung und nicht-invasive Methoden sind eigentlich schon seit dem Sommer letzten Jahres (Spritzen, KG, Akupunktur etc) ausgereizt. Nichts hilft. 

Mit Mitte 30 nicht mehr laufen zu können – das kann nicht sein, darf nicht sein. Das will ich nicht. Seit meiner Kindheit hat sich mein Bewegungsradius immer weiter eingeschränkt. Von Tennis und Ballett kam ich über wandern, walken und Fitnessstudio bis hin zu geradeaus laufen und Krankengymnastik. Und jetzt nicht mal das? Inakzeptabel. 

Einerseits will ich meine Energie und Konzentration in die letzte Prüfung und vor allem Zukunftspläne stecken – andererseits kann ich meinen Körper nicht ignorieren, er gehört ja zu mir. Und er will wieder laufen können. Ich will wieder laufen können. 

Wer hier seit der letzten OP vor sechs Jahren mitliest, erinnert sich vielleicht, wie es mir nach dem großen Eingriff ging…

Ich habe Angst. 

Und ich weiß es gibt 1000 schlimmere Dinge auf der Welt. Aber das hier ist gerade wirklich belastend für mich. Und keiner kann es für mich entscheiden. Das macht keinen Spaß. 

Kommentare zu: "Es läuft – es läuft nicht" (11)

  1. Ohje, … das klingt gar nicht gut … ich drücke die Daumen, dass alles gut wird Vielleicht findet sich ein Weg, …

  2. Ja – ich war manche Nacht live dabei. Leider musste ich lernen, dass es Dinge gibt, gegen die kein Mittel hilft, auch wenn man noch so sehr wünscht, es wäre anders.

    Aus tiefem Herzen wünsche ich Dir, dass der Zeitpunkt noch nicht gekommen ist, an dem Du solche Dinge akzeptieren musst!

  3. Tut mir leid zu lesen das es dir so schlecht geht, ich kann mir gar nicht vorstellen wie schwer es sein muss für dich so eine Entscheidung zu treffen. Ich wünsche dir von ganzem Herzen ganz viel Kraft und drücke dir die Daumen das alles gut wird. Fühl dich umarmt Liebes

  4. Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft!!!

  5. ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass alles wieder rund läuft. Ganz liebe Grüße Cornelia

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