… aus dem Leben einer Fairy

Aller Anfang ist ja bekanntlich schwer. Und so verwunderte es mich auch nicht sonderlich, dass mein (Wieder-)Einstieg in die Meditation das ein oder andere Problemchen mit sich brachte.

Die verschiedenen Arten der Meditation haben mich zum Glück nicht sehr verwirrt. Schnell war klar, dass es für mich um Achtsamkeit gehen soll und so ist Vipassana offenbar eine passende Methode.

1. Das Sitzen
War dieses Sitzen auf dem Meditationskissen schon immer so unbequem? Haben meine Fußgelenke schon immer so weh getan wenn ich im Schneidersitz gesessen habe? Den vollständigen Lotossitz strebe ich wegen der Knie ja schon gar nicht an, aber wenigstens so ein bisschen ähnlich sitzen wollte ich schon. Erst tut mir der Hintern weh, dann schlafen die Füße ein, dann kann ich den Druck auf den Fußgelenken gar nicht mehr aushalten *seufz*. Angeblich gewöhnt man sich dran.

2. Das Liegen
Meditation im Liegen habe ich ausprobiert, weil es abends einfacher wäre, noch ein bisschen im Bett zu meditieren – VOR dem Einschlafen (so war zumindest der Plan). Nur leider ist der Übergang von konzentrierter Entspannung zum Einschlafen extrem fließend. Ich glaube ich habe genau drei Sätze von der Meditations CD mitbekommen bevor ich ins Land der Träume rutschte.

3. Die Ruhe
Mit Kleinkind, Katze und Mann ist Ruhe ein seltenes Gut. WENN ich dann mal wirklich Ruhe habe gibt es zudem viele konkurrierende ruheabhängige Tätigkeiten (beispielsweise Arbeit, Fachliteratur lesen, Malen, Klavierüben,…) und ich entscheide mich ehrlich gesagt nicht immer für die Meditation in diesem Fall. Manchmal brauche ich so lange mir zu überlegen, was ich jetzt mit meiner kostbaren Zeit anstelle, dass der ruhige Moment mit „noch schnell“ Geschirrspüler ausräumen, Wäsche aufhängen und „eben noch“ Handtücher zusammenlegen und „kurz ein bisschen“ Kinderkram aufräumen – schwupp – vorbei ist.
Mit der inneren Ruhe ist es ähnlich. Auf die Atmung konzentrieren und achtsam im Moment sein gelingt nicht immer und schon gar nicht für längere Zeit. Da funkt einfach zu viel Alltagskram dazwischen.

4. Die Atmung
Wenn meine Nase nicht gerade ohnehin von Allergie oder Erkältung 100% zu ist (und das kommt selten vor), fällt mir die vollständige Yogi Atmung gar nicht so schwer, aber die Nase ist ein durchgehender (limitierender) Nervfaktor. Allgemein nervt es mich, dass ich sofort nichts mehr schmecke wenn die Nase ein bisschen angeschlagen ist. Und dass ich darüber dann beim Versuch zu Atmen auch noch ständig nachdenke.

Wer hätte gedacht, dass das alles so kompliziert ist. Ich glaube es wird noch eine Weile dauern, bis ich (wieder) eine „Meditationsroutine“ gefunden habe. Irgendwie war früher alles einfacher.

Kommentare zu: "Die Tücken der Meditation" (4)

  1. Also zum eigentlichen Thema kann ich nichts beitragen – ich versuche mich gerade in Entschleunigung – aber zum Thema Nase 100% zu – es ist sicher vollkommen in Ordnung für einen bestimmten Moment oder eine bestimmte Tätigkeit in seltenen Fällen ‚Nasic‘ anzuwenden – das Spray stammt auf der Unfallchirurgie, so mein Doc, und macht binnen max. 10 Minuten die Nase so frei (abschwellende Wirkung) dass man denkt, sie wäre neu. Allerdings machen freie Nasen (und dadurch das Nasenspray9 süchtig – aber ich wende es seit jahren ab und zu an und kann es, kontrolliert angewendet, sehr empfehlen.

    • Danke für den Tipp. Ich habe von meiner HNO Ärztin die „Kinder“ Version davon und die reicht auch für Erwachsene völlig aus. Nur ist das mit der Sucht genau das Problem – ich soll das Spray nicht so oft benutzen wie ich es müsste um normal atmen zu können. Und meinen Geschmackssinn bringt es oft auch nicht zurück. Die Nase fühlt sich dann „freigepustet“ aber irgendwie „tot“ an. Seltsames Gefühl.
      Vielleicht sollte ich mal wieder dieses ayurvedische Nasenkännchen probieren…

      • Also einen Versuch ist es sicher wert – ich kann keine Stoffe durch die nase ziehen – Salzwasser oder wie auch immer – das geht gar nicht. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Problem mit dem fehlenden Geschmack eigentlich nicht habe.

        Ich drücke mal die Daumen😉

  2. Schön, dass du zur Zeit auf dem gleichen Erfahrungsweg bist. Ich habe einen MBSR (Achtsamkeitskurs) durchlaufen und will (soll) versuchen, Bodyscan, Meditation und Yoga auch weiterhin zu praktizieren. Das geht mal mehr, mal weniger gut.
    Einfacher sind für mich übrigens geführte Meditationen. Die mache ich bei jedem zweiten Mal. Bzw. ganz oft morgens auf dem Weg zur Arbeit im Zug.
    Ich würde auch gerne den Lotus-Sitz können und sitze im Moment ab und zu vor dem Fernsehen im Schneidersitz, um mich daran zu gewöhnen. Beim Meditieren knie ich am liebsten, weil ich das gar nicht spüre (im positiven Sinn). So bringt mich nix raus.
    Kennst du übrigens die App „Insight Timer“. Da stellst du ein, wie lange du meditieren willst und sie beendet es mit einem angenehmen Gong. Anschließend bekommst du noch gezeigt, mit wieviel Menschen auf der Welt du gerade gleichzeitig meditiert hast. Nicht wichtig, aber schön zu lesen🙂

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