… aus dem Leben einer Fairy

Die erste Herausforderung

Heute waren wir zu einem Kinder- und Grillfest eingeladen (das dann letztlich eher ein Pfannen- und Backofenfest wurde, weil der Grill kaputt war).
Schon im Vorfeld war mir klar: das wird eine fiese Challenge für mich. Denn ich bin Gesellschaftsesser, Gesellschaftstrinker und kann absolut nicht „Nein“ sagen wenn mir jemand was anbietet. Zudem mag ich nicht gern über meine Ernährungsumstellung reden, irgendwie habe ich Angst wieder zu versagen.

Kurz gesagt: es hätte heute eine schreckliche Katastrophe werden können. Es wurde dann aber mehr so eine mittelschwere Katastrophe. Ich hatte vorgesorgt und meine Nahrungsbasis selbst mitgebracht: einen gestern Abend liebevoll zusammengeschnippelten Antipastisalat.

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Der sieht vielleicht nicht so hübsch aus, schmeckt aber wahnsinnig lecker. Im Prinzip ist es Zucchini, Aubergine, Paprika, Champignons und Gemüsezwiebeln klein gewürfelt, jeweils mit etwas Olivenöl angebraten, mit italienischen Kräutern und Knoblauch gewürzt, mit einem Balsamicodressing (Olivenöl, Balsamico abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer, Senf und Honig). Simpel aber ohne unnötige Kohlehydrate und ein nettes Salatmitbringsel. So weit, so gut.

ABER ich habe es dann doch nicht geschafft, den Begrüßungshugo abzulehnen, genauso wenig wie ein Glas Rotwein. Bis es Essen gab war ich schier verhungert, denn den Blätterteigteilchen im Vorfeld wollte ich nicht verfallen. An Fleisch gab es nur fettiges…ich habe einen halben Schwenker und ein kleines Rinderwürstchen gegessen. Und dazu eben meinen Salat. Dann noch eine halbe Paprika und Zaziki. Zum Nachtisch gab es ein Früchtetiramisu und ich habe ein winziges Eckchen davon gegessen.

Seien wir ehrlich: es hat meinen Rahmen gesprengt, war zu viel Fett und Alkohol. Und dann noch der Nachtisch. Ich bin nicht stolz auf mich.

ANDERERSEITS könnte es schlimmer sein. Ich hätte beim gleichen Anlass vor einer Woche Kartoffeln, das liegengebliebene Würstchen und den ganzen Schwenker gegessen. Sicher hätte ich ein paar von den Pizzaschnecken zum Hugo gegessen. Außerdem hätte ich beim Nachtisch sicher eine doppelte Portion verdrückt.

Trotzdem, ich bin ein bisschen enttäuscht von mir, dass ich nicht konsequenter war. Und morgen ist der 60. Geburtstag meiner Tante… Freitag auf der Waage werde ich weinen.

Kommentare zu: "Die erste Herausforderung" (2)

  1. Oh, das kenne ich nur zu gut.
    Gerade Geburtstage und Feiern sind so verführerisch. Trotzdem hast Du Dich doch ganz wacker geschlagen.

    Ich finde übrigens, das der Salat ziemlich lecker aussieht.🙂

    Liebe Grüße
    Schlörte

  2. Wenn Du ständig daran denkst, was Du nicht darfst, verursacht das Stress. Zieh Deinen Plan durch, und wenn Du auf einer Feier bist, gönn Dir ruhig die eine oder andere Kleinigkeit. Und sei nicht enttäuscht, weil Du „gesündigt“ hast, sondern sei stolz, weil Du nicht „zugeschlagen“ hast.😉

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