… aus dem Leben einer Fairy

Bettseicher

oder auch Löwenzahn, wie er außerhalb des Saarlandes genannt wird, lässt sich wunderbar zu einem herzhaften Salat verarbeiten.

Löwenzahnsalat ist etwas für richtige Salatfreunde, er schmeckt schon intensiver als ein Kopfsalat, vergleichbar von der Konsistenz am ehesten mit Rucola oder Wildkräutersalat. Geschmacklich ist er aber viel „grüner“. Es lässt sich nicht so leicht beschreiben, vielleicht probiert Ihr ihn einfach mal selbst aus.

Man kann Löwenzahnsalat auf dem Markt oder in der Biokiste kaufen, aber man kann ihn natürlich auch selbst stechen. Dafür sollte man nicht allzu nah an der Straße sammeln und darauf achten, dass die Blätter noch recht jung sind, sonst ist er arg zäh.

Ich persönlich kaufe ihn lieber, ihn zu putzen ist noch aufwändig genug…wichtig ist auch, dass man die Blätter in kleine (ca 2 cm) lange Stückchen schneidet, sonst bleiben sie gerne mal im Hals hängen und man hat ewig zu kauen.

Ihr fragt euch vermutlich „Wenn dieser Salat so viele Nachteile hat, warum sollte ich ihn essen?“ Ganz einfach: er ist superlecker! Und gesund. Aber vor allem lecker!

Am besten schmeckt er so:
Löwenzahnblätter (so 300 bis 500g für zwei Personen) putzen, schneiden, waschen
Ein paar Kirschtomaten vierteln oder halbieren als Farbklecks

Dressing aus
2-3 EL Essig (Himbeeressig, Weißweinessig, Apfelessig oder original saarländischer Melfor ;-)),
1-2 EL Öl (Olivenöl mit Walnussöl schmeckt beispielsweise sehr gut),
1 TL Senf
Salz & Pfeffer
gut vermischen (ich nutze für Dressing gern diesen kleinen Milchaufschäumerquirl).
Man kann noch Sahne dazugeben, aber ich mag lieber „pures“ Dressing.

2-3 hart gekochte Eier (entweder übrige Ostereier nutzen oder frische BioEier aufkochen und dann noch 10 Minuten bei ausgeschalteter Herdplatte ziehen lassen, dann werden sie innen schön cremig wie Burrata) schälen und in Stückchen oder Scheiben schneiden oder zerkrümeln und in das Dressing geben. Nochmal etwas verrühren, so wird das Dressing durch das Eigelb schön cremig. Der Salat kann es sich dann schonmal in der Salatschüssel mit dem Dressing bequem machen.

Dann ein paar Scheiben Bacon, Pancetta oder sonstige Speckwürfelchen in einer Pfanne braten bis das Fett ausgelassen und der Speck schön knusprig ist. Speck mit dem Fett über den Salat gießen. Das warme Fett gibt wahnsinnig Geschmack und macht die teilweise harten Salatblätter weicher und bekömmlicher.

Alles nochmal durchmischen und sofort servieren. Dazu passt ein schönes Bauernbrot.

Sooo lecker! Also falls Ihr mal ins Saarland kommt, keine Angst vor Bettseicher!

Guten Appetit!🙂

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Kommentare zu: "Bettseicher" (2)

  1. Löwenzahn. Hab ich noch nie gegessen.
    Muss aber sagen, dass das Dressing ganz verführerisch klingt!
    Das kann man ja bestimmt auch zu anderen Salaten verwenden.

    Liebe Grüße
    Schlörte

    PS: Sehe ich da ein Wasserzeichen?😉

    • Zu rustikaleren Salatsorten bestimmt. Zu zart sollten die Salatblätter dafür allerdings nicht sein, sonst gibt es Matsch.

      Ja *blush* hab ich mal ausprobiert nach deinem Tipp gestern🙂

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