… aus dem Leben einer Fairy

Pianobaby

Endlich ist es da – mein altes Klavier :-).

Seit gefühlt fünf Wohnungen warte ich auf die Gelegenheit, mein Klavier zu mir zu holen. Und heute war es soweit. Es wurde aus meinem Elternhaus abgeholt und in unsere Wohnung transportiert. Ich habe schon sooo lange nicht mehr geübt, ich kann bestimmt trotz 10 Jahren Unterricht gar nicht mehr spielen. Aber egal, ich habe meine Noten, mein Instrument und vor allem viel mehr Motivation als zu Teenagerzeiten, wieder anzufangen.

Klar, man hatte damals auch gute Gründe aufzuhören – Protest gegen gewisse Teile der Ursprungsfamilie, keine Zeit, keine Lust – hhmm, naja, also mit 16 schienen das gute Gründe zu sein. Echt jetzt. Es lag keinesfalls an Teenagermist und Jungs veränderter Interessenlage in Richtung Kommunikation mit gegengeschlechtlichen Wesen oder so. Niemals.

Mit ernsthaften Spielversuchen warte ich noch auf den Klavierstimmer (obwohl, jetzt könnte ich mir noch einreden, dass es nur deswegen schlimm klingt weil es verstimmt ist, und dass es nicht an meinen mangelnden Fähigkeiten hängt ;-)). Aber mit meiner Mini Miss Fairytalez ein bisschen klimpern hat schon richtig viel Spaß gemacht, auch wenn sie anfangs ganz schön erschrocken ist, dass aus dem Kasten Geräusche kommen wenn man ihn anfasst. Sooo süß <3.

Wenigstens weiß ich, wie man sich als Eltern NICHT verhalten sollte, wenn man es schön fände, dass das Kind ein Instrument spielt (ähm, was natürlich nicht bedeutet, dass ich weiß wie man es RICHTIG macht).

Außerdem steht es erstmal vor allem für MICH da und ich werde es so sehr genießen einfach zu spielen – ohne falsches Mitsingen und blöde Kommentare ("Oh, spielst Du wieder Etüden" "Geht das auch mit mehr Gefühl?" etc) von Leuten, die ihr Leben lang kein Instrument gespielt haben und nicht mal die Mikrowelle bedienen können. Auch nicht nach detaillierter Erklärung. So.

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Kommentare zu: "Pianobaby" (10)

  1. Christoffer T. Timm schrieb:

     Ich freu mich so, dass Du jetzt wieder – zumindest – die Möglichkeit hast, zu spielen. Ich hoffe, Du schaffst es auch, Dir irgendwie die Zeit dafür zu nehmen. (Ich seh ja, wie es auch bei mir mit dem Gitarrespielen Tag für Tag scheitert.)
    Mini Miss Fairytalez und ich würden uns sehr freuen, Dir zuhören zu dürfen!

  2. wow – ich hab’s leider nie weiter als zum flötenspielen gebracht…
    zuckersüsses pic ❤

  3. Leute, die keine Ahnung haben, aber trotzdem kritisieren, kann auch auch besonders gut leiden. Man muss doch erst einmal die Technik beherrschen, bevor man anfängt, etwas seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Egal, ob es um Musik, Malerei oder sonstige künstlerische bzw. kreative Dinge geht.

    Ich wünsche Dir viel Spaß beim Üben. 🙂

  4. „…veränderter Interessenlage in Richtung Kommunikation…“ *ROFL*

    Mini Miss Fairytalez macht aber mal eine richtig gute Figur vor dem Klavier!
    Und wer weiß? Vielleicht werden wir sie so in ca. 20 Jahren in den großen Konzerthallen zu sehen und zu hören bekommen???

    Liebe Grüße
    Schlörte

  5. Yeah, sehr cool, freut mich dass du trotz der Kritik der Familie nach all den Jahren trotzdem wieder Lust drauf hast. Ich habe damals aus freien Stücken Gitarre spielen gelernt weil ich unbedingt Pop Star werden wollte, deshalb war es mir egal was die Familie über mein Geschrammel gedacht hat 😉 Und mit meiner Tochter hab ich es so gehandhabt, dass ich gewartet habe bis SIE mich gefragtmhat ob ich es ihr beibringen könnte, ich wollte sie nicht unter Druck setzen. Mittlerweile gebe ich ihr jetzt schon seit 2 Jahren Unterricht und sie hat immer noch Bock drauf

    • Du gibst ihr selbst Unterricht? Wow, ich weiß jetzt schon, dass mir dafür die Geduld fehlen würde.
      Ich habe auch freiwillig angefangen und mich wahnsinnig gefreut, als mein Opa mir damals das Klavier geschenkt hat. Es hat sich eben nur so entwickelt, dass ich mit zunehmendem Druck vorzuspielen die Lust verloren habe…

  6. Meine Mutter wollte, dass ich Klavierspielen lerne. Da hätte es keine Widerrede gegeben. Auch nicht, als ich eine furchtbare Lehrerin hatte. Und was soll ich sagen? Ich habe es gehasst. Leider, denn eigentlich ist Klavierspielen was Schönes. Aber mich bringen keine 10 Pferde mehr dazu.

    Mini Miss Fairytalez macht aber eine gute Figur 😀

    • Oje, das kann ich verstehen. Nein, ich habe freiwillig angefangen und hatte meistens auch großen Spaß am Spielen. Es gab da eben nur diese eine Person in meiner Familie, die absolut unmusikalisch ist, aber alles und jeden kritisieren muss. Dann sollte ich ständig vorspielen, für die Familie, für Veranstaltungen etc. bei denen sich diese Person über mein Klavierspiel profilieren wollte. Sowas mag ich nicht. Daher später meine Rebellion.
      Ich hatte übrigens eine tolle Lehrerin, wir sind immer noch sehr gut befreundet :-).

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