… aus dem Leben einer Fairy

Von Steinen und Sternen

Neulich ist mir beim Einkaufen mein Lieblingsschmuckstück kaputt gegangen. Wir waren vorher im Schwimmbad und ich hatte meinen kleinen Lapislazuli Stern in die Tasche gesteckt, damit er nicht nass wird. Im Nachhinein denke ich natürlich, dass er besser nass als zerbrochen wäre, aber wer weiß sowas schon vorher…
So sah er aus, mein kleiner gefallener Stern und ich hätte im Supermarkt laut losheulen können (zu meiner Verteidigung: denkt an die Hormone!!! ;-)).

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Zum Glück wusste ich noch genau, bei welchem Steindealer ich das gute Stück damals erworben hatte und kontaktierte diesen auch sofort. Er meinte, er wolle versuchen noch einen davon aufzutreiben und sei am Wochenende auf der Edelsteinbörse ganz in der Nähe.

Also habe ich mich nach drei Hammertagen Seminar am Sonntag noch in das Menschengetümmel der Stadthalle geworfen, um einen Ersatzstern zu finden.

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Auf drei Stockwerken und über zwei Gebäude verteilt gab es dort wirklich ALLES an Steinen, was man sich vorstellen kann. Von einfachen Steinbrocken über Fossilien, Opalen, Achaten, Drusen zum Selbstknacken, Rohedelsteinen, Perlen, gefärbtem Glas bis hin zu wirklich edlem Schmuck.

Leider Zum Glück bin ich vorher von mehreren lieben Mitmenschen instruiert worden, keinesfalls viel Geld mitzunehmen oder gar mit einem Sack Steine nach Hause zu kommen…

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Der Anblick der vielen Verkaufsstände (und vor allem die Luft dort…) waren für mich so überwältigend, dass ich bereits nach kurzer Zeit nur noch zielstrebig nach meinem Steineverkäufer suchte, um bald wieder da raus zu kommen. Er war dann auch dort, hatte sogar ähnliche Sterne gefunden und anfangs freute ich mich wirklich. Bis mir klar wurde, dass keiner dieser Steine so schön war wie mein zerbrochener Stern… Ich habe dann zwar einen Stern gekauft, weil ich extra dafür gekommen war, aber ich war schon sehr enttäuscht. Eines wurde mir jedoch mal wieder so richtig klar…

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Es gibt Dinge im Leben, die scheinbar einfach nicht ersetzbar sind. Selbst „seelenlose“ Gegenstände…

Für mich bedeutet das, dass ich ab jetzt mit allem was mir wertvoll ist noch vorsichtiger umgehen werde. Verluste sind jedoch offenbar auf Dauer unvermeidbar. Manchmal schätzt man die Dinge noch mehr wenn man weiß, sie sind einzigartig und zerbrechlich und gehören auf magische Weise zur eigenen Person. Wie geliebte Lebewesen. Oder ein gefallener Stern.

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Kommentare zu: "Von Steinen und Sternen" (12)

  1. Ich habe bei solchen „Unfaellen“ gute Erfahrungen mit Sekundenkleber gemacht, haelt bombenfest.
    Ganz duenn auftragen, fixieren und die moeglichen ueberstehenden Kleberreste mit einem Skalpell abtragen.

    Mein letztes so repariertes haelt schon ueber drei Jahre und ich trage es taeglich am Hals.

    Es gruesst das Schaaf

    • Hallo Voodooschaaf 🙂
      Danke für den Tipp, wir haben es auch mit Sekundenkleber repariert, aber ich finde man sieht die Stelle trotzdem… Tragen kann man es notfalls schon noch, man weiß halt nur, dass es eigentlich kaputt ist 😉

  2. Betrachte es als Patina…

    Manche dinge haben einfach einen ideellen WErt und der ist unersetzbar….

  3. Hach. Ich kann verstehen, wie Du Dich gefühlt hast!
    An manchen Dingen hängt einfach das Herz.

    Liebe Grüße
    Schlörte

  4. Rest in Peace du schöner blauer Stern 😥

  5. Der kleine blaue Stern ist jetzt am Himmel bei all´ seinen Freunden und lächelt dir von oben zu.
    Und immer wenn du in den Sternenhimmel schaust und einen kleinen, blau funkelnden Stern sieht, weißt, du das ist „er“.

    • Hach, wie romantisch 🙂 Ich bin ganz hin und weg…

      Btw… Was hast Du getrunken/genommen? Davon hätte ich auch gern was, dann seh ich bestimmt auch blaue Sternchen :mrgreen:

      • Tja, hättest mir nicht zugetraut, hm??? 😛
        Der Applejünger ist nämlich eigentlich ein großer Romantiker. 😉

        PS: Du mußt mal in die Eifel kommen, hier funkeln die Sterne in den tollsten Farben. Auch OHNE Drogen!! 😀

      • Romantiker? An den Gedanken muss ich mich erst gewöhnen :mrgreen:

        Hach, das klingt toll! Und so weit weg ist die Eifel glaub ich gar nicht… Oder? 🙂

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