… aus dem Leben einer Fairy

Monsterlasagne

Neulich habe ich eine Lasagne gemacht und kam auf die verrückte Idee, die Lasagneplatten dafür selbst herzustellen. Ohne Nudelmaschine…

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Es hat sich gelohnt, da sie sehr gut geschmeckt hat, aber der Muskelkater war schon ziemlich fies. Jetzt weiß ich auch, warum die italienischen Hausfrauen irgendwann so muskulöse Oberarme bekommen 😉

Falls Ihr so lebensmüde seid wie ich oder aber eine Nudelmaschine besitzt, solltet Ihr das auf jeden Fall mal ausprobieren. Ich habe die Lasagne aus kalorischen Gründen nur mit wenig Fleisch und ohne Béchamel gemacht, aber das kann man ja halten wie man will. Das Ergebnis war unglaublich lecker 😀

Die Herstellung des Nudelteigs an sich ist sehr simpel, also keine Angst vor Experimenten. Einfach pro 100g Pastamehl ein Ei nehmen und los geht’s. Ich habe 600g Pastamehl in eine Schüssel gegeben und die 6 Eier in eine kleine Mulde geschlagen. Mit einer Gabel die Eier vermischen und nach und nach etwas Mehl vom Rand einarbeiten. Dann das Ganze mit den Händen kräftig durchkneten. Anfangs ist der Teig bröckelig und rau, wenn man damit fertig ist, ist er glatt und geschmeidig (dauert etwa eine Viertelstunde). Dann kommt der Teig als Kugel in Frischhaltefolie eingewickelt in den Kühlschrank und darf im Gegensatz zum Koch eine Runde ruhen.

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Ich habe dann 500g Karotten, Pastinaken und einen kleinen Kohlrabi fein gewürfelt und mit ein paar Zwiebelwürfeln, etwas gepresstem Knoblauch und circa 500g Tatar in 1 TL Olivenöl angebraten. Ablöschen mit passierten Tomaten (800g bzw. zwei Päckchen), Gemüsebrühe und einem ordentlichen Glas Rotwein (oder zwei). Man kann auch noch stückige Tomaten dazu geben, die Nudelplatten saugen die Flüssigkeit später total auf. Das Ganze würzt man dann großzügig mit einem schönen Fleur de Sel, gemahlenem Pfeffer, italienischen Kräutern oder Oregano, Basilikum und was man eben so für Lasagne gern verwendet. Ich habe noch einen Schuss Balsamico dazugegeben und eine Dose Tomatenmark. Und immer noch ein kleines Schlückchen Rotwein 😉

Wenn die Sauce eine Weile (mindestens eine halbe Stunde. Mindestens!) geköchelt hat, kann man anfangen sich um den gut ausgeruhten Nudelteig zu kümmern.

Man teilt ein faustgroßes Stück ab und wickelt den Rest wieder ein. Dann beginnt der Verarbeitungsprozess. Der Teig wird immer wieder ganz leicht mit Mehl bestäubt (wenn er klebt) und ausgerollt mit dem Nudelholz. Dann eine gaaaanz feine Schicht Mehl drauf und zusammenlegen. Wieder ausrollen etc.

Was das bringt? Es ist ein bisschen wie mit Blätterteig. Der Teig wird so durchgearbeitet und er wird dadurch super glatt und geschmeidig.
Letztlich habe ich ihn circa auf die halbe Dicke eines Bierdeckels ausgerollt. Das gleiche macht man mit dem restlichen Teig auch.
Wenn man mag, kann man auch noch Kräuter oder Chili in den Pastateig einarbeiten oder ihn mit Pesto oder Spinat grün färben. Der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt.
Danach hätte ich erst mal ein Entspannungsbad nehmen können. Hanteltraining ist nix dagegen!

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Aber dann kommt zum Glück auch schon der entspannende Teil der Arbeit. Backofen vorheizen auf 180 Grad. Lasagne schichten, dabei natürlich mit einer Lage Sauce anfangen und aufhören. Falls nötig, könnt Ihr die Lasagneplatten so zurecht schneiden, dass sie in die Form passen.

Lasagne mit ordentlich Käse bestreuen (das lasse ich mir bei aller kalorienbewussten Ernährung nicht nehmen) und ab in den Ofen. Nach 40 bis 45 Minuten ist das Prachtstück fertig. Da die ganze Sache mit viel Arbeits- und Zeitaufwand verbunden ist (ich habe für alles insgesamt fast drei Stunden gebraucht) lohnt es sich, eine große Menge davon zu kochen und einzufrieren oder ein paar Leute einzuladen, die mitessen :mrgreen:

Guten Appetit 🙂

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Ps: Die Nudelmaschine ist bestellt und unterwegs…

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Kommentare zu: "Monsterlasagne" (4)

  1. Hunger. Aber ich glaueb das ist zu anstregend, ich lad Freunde ein dann können die das machen . 😀

  2. die sieht aber lecker aus – wär mir zu anstrengend, ich kaum lieber die fertigen nudelplatten 🙂
    übrigens: -200 gramm 🙂

    • Glückwunsch Miss Bluhnah 🙂 Freu mich für Dich!

      Ich kaufe normal auch die fertigen Platten, aber das musste einfach mal sein. Bin momentan voll auf dem „Selbstmach“ Trip. Außerdem hab ich sehr bald eine Prüfung, da mache ich vorher immer zeitaufwändiges Zeug im Haushalt 😉

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