… aus dem Leben einer Fairy

Das erste Mal

Zum ersten Mal seit langer langer Zeit (genauer gesagt seit über 10 Jahren) hat mich gestern Abend so die Lust auf Musik gepackt, dass ich mal wieder meine alte Gitarre ausgepackt habe. Mit dem Haufen Papierkram, theoretischer Kopfarbeit und Gedankenakrobatik, die ich momentan vollführen muss dachte ich mir, das sei eine schöne Abwechslung.

Es ist absolut erstaunlich und erschreckend wie viel man vergisst und verlernt wenn man sich lange nicht mit einem Instrument beschäftigt. Ich war damals nicht der disziplinierteste Gitarrespieler bzw. habe ich nie gern geübt. Weder Gitarre noch Klavier. Das bereue ich jetzt schon ein bisschen, vielleicht wäre dann nicht ganz so viel Können auf der Strecke geblieben.

Momentan klingt es jedenfalls wie „Schrumm Schrumm Schrumm“ und ich erinnere mich an drei Akkorde… Die perfekte Grundlage um „Lady in Black“ zu spielen und noch mal ganz von vorne anzufangen 😉

Also dann… Los geht’s 🙂

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Kommentare zu: "Das erste Mal" (9)

  1. Oh, ich habe auch noch eine Gitarre im Keller..nur habe ich nie wirklich spielen gelernt, weil meine Eltern der Meinung waren, ich bräuchte keinen Unterricht!

    • Das ist ja schade! Ich glaub so ganz ohne Unterricht ist es sehr schwierig. Ich hatte drei Jahre Unterricht, war nur leider zu faul zum Üben 😦

  2. Bei mir war das Üben auch nur ungern gesehenes Notwendiges Übel. Das hat sich geändert, als mein GItarrenlehrer damals weggezogen ist und ich gezwungen war, mir alles Weitere selbst bei zu bringen.

    Aber von vorne:
    Daaaamals (JA, ICH BIN SO ALT… ;)) hatte der Bruder eines Freundes eine Anleitung zum Selbstbau eine E-Gitarre. Ich wollte unbedingt eine bauen. Ich konnte nicht spielen. Das war egal. Ich wollte eine bauen.
    Meine Eltern haben mich dabei unterstützt: ich habe zusammen mit meinem Vater eine Holzplatte gekauft (dass Kiefernholz dafür sowas von ungeeignet ist, hatte uns keiner gesagt, machte aber auch nichts, da die Gitarre eh nie fertig wurde…), meine Mutter – ihres Zeichens Technische Zeichnerin – malte einen Umriss für den Korpus, den mein Vater und ich dann fleißig ausgesägt und geschliffen haben.
    Für das Griffbrett brauchte man härteres Holz, also nahmen wir irgendein tropisches Hartholz und leimten es auf den Hals.
    Sogar die Wirbel haben meine Eltern mir noch besorgt und wir haben sie semi-fachmännisch angebaut.
    Dann gab es eine Fahrradtour mit der – damals – besten Freundin meiner Schwester und deren Eltern. Der Vater konnte Gitarre spielen und so kamen wir bei der Einkehr im Biergarten ins Gespräch und wir erzählten von unserem Versuch des Gitarrenselbstbaus. Er war sehr angetan von der Idee.
    Als wir einige Zeit später mal wieder bei besagten Eltern besagter Freundin meiner Schwester zum Grillen zusammensaßen, nahm mich der Vater mit auf den Dachboden um mir Gitarrenteile zu zeigen. Darunter ziemlich coole Sachen, die ich gut für meine Gitarre brauchen konnte.
    Der Deal war: ich könne die Sachen haben, aber erst, wenn ich Gitarre spielen könne. Klang gut für mich. Warum sollte ich auch eine Gitarre bauen, wenn ich sie nicht spielen könne. Mehr als fair.

    Ich nahm also Gitarrenunterricht bei ihm. Es machte Spaß war aber anfangs schwer, weil sich erstmal alles nach, achtung, ich zitiere „Schrumm Schrumm Schrumm“ oder auch „Schrammel, schrammel, schrammel“ anhörte. Erfolgserlebnisse waren Mangelware. Aber ich übte. Leidlich. 30 Minuten pro Tag empfahl mir mein Gitarrenlehrer. Ich war froh, wenn’s 30 Minuten in der Woche waren. Er auch.

    Ich weiß nicht mehr, wieviel später, es kann etwa ein Jahr oder auch zwei sein, zog die Familie weg. So weit weg, dass es mit den Gitarrestunden nichts mehr ward.
    Von den versprochenen Gitarrenteilen habe ich nie mehr etwas gesehen. Darauf angesprochen konnte er sich nicht mehr daran solche teile zu besitzen, geschweige denn mir geben zu wollen.
    Auch wenn’s jetzt nicht so klingt, aber er war echt ein lieber und netter Mensch und ich hab’s ihm nicht übel genommen. Ich konnte ja inzwischen etwas spielen und hatte sowieso schon eine Gitarre – die hatten mir meine Eltern zum Geburtstag geschenkt, als sie merkten, dass ich es ernst meine.

    Alles was ich bis heute kann, habe ich mir dann, auf das gelernte aufbauend, selbst beigebracht.

    Heute bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob der Dachbodenbesuch tatsächlich stattgefunden hat, oder ob ich das nur geträumt habe. Es ist aber auch egal. Inzwischen habe ich 4 Gitarren und die Selbstbaugitarre liegt immer noch bei meinen Eltern.

    Im gleichen Zustand wie damals.

  3. Lass mich raten, A-Moll und G-Dur 😉 Schön das du das Gitarrespielen wieder für dich entdeckt hast, ich bringe es gerade meiner Tochter bei (ich selbst spiele seit meinem 12 Lebensjahr) und sie ist schon richtig gut.

    • Stimmt, und E-Moll, wobei ich mittlerweile wieder ein paar mehr kann 😉 Deiner Tochter wünsche ich, dass sie nie den Spaß daran verliert, es ist so schön ein Instrument spielen zu können 🙂

  4. Hey,
    obwohl du den Blogeintrag schon erwähnt hattest, musste mich MakMaksan noch einmal darauf hinweisen.
    Habe am Wochenende angefangen Gitarre zu lernen/spielen ein paar Töne raus zu kriegen, wie auch immer.
    Um das Umgreifen zu lernen, bin ich bei dem gleichen Lied wie du angelangt 🙂
    Wünsche dir viel Spaß beim erneuten Lernen und auf dass du dir deine Finger nicht so blutig spielst, wie ich mir!
    Liebe Grüße, Jule

    • Danke 🙂
      Bei mir hält es sich in Grenzen mit den blutigen Fingern, ich höre rechtzeitig vorher auf 😉 Aber Schmerzen in den Händen hab ich schon… Mittlerweile gehen schon ein paar Lieder mehr und so langsam komme ich wieder rein, aber so gut wie Chris bin ich noch lange nicht 😦
      Ich wünsche Dir auch viel Erfolg, dann können wir vielleicht bald eine Vierer-Skype-Gitarrensession starten 😉

  5. Ich bin neidisch auf jeden Kerl, der Gitarre spielen kann. *schiel zu Spanksen rüber.* 🙂

    Die sind doch am Lagerfeuer die Mädchenmagneten, oder??? 😛

    Da hat es auch nie genutzt, wenn ich betont habe, ich wäre ganz gut am Klavier. :mrgreen:

    (Ich frage mich gerade, ob Mädchen die Gitarre spielen dann auch Jungsmagneten sind??? Miss, ihre Erfahrung bitte!!!)

    • Stimmt, das waren schon immer Mädchenmagneten, für mich auch 😉

      Andersrum habe ich leider noch keine Erfahrungen gesammelt, die Schlüsse zulassen…

      Ich bin übrigens auch ganz gut am Klavier :mrgreen:

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