… aus dem Leben einer Fairy

Heute morgen musste ich beim Essen meines Nutellabrotes mal wieder versonnen lächeln weil mir eine Begebenheit aus meiner Kindheit eingefallen ist.

Ich war ungefähr sechs Jahre alt und bei den Nachbarn zum Abendessen. Ich war gerne dort, denn ich bewunderte das „erwachsene“ circa 16jährige Nachbarsmädchen sehr. Sie war auch häufig unser Babysitter wenn die Eltern nicht daheim waren. Sie hatte zu der Zeit gerade ihren ersten Freund, der ebenfalls (und ich glaube zum ersten mal) zum Abendessen eingeladen war.

Wir saßen also alle zusammen am Tisch, die Atmosphäre war etwas angespannt, und schmierten uns Butterbrote. Ich weiß noch, dass der neue Freund sein Brot ganz besonders sorgfältig mit einer Schicht Butter bestrich und als er damit fertig war applaudierten die Eltern plötzlich und lächelten.

Ich habe bis heute keine Ahnung warum sie das getan haben, aber ich weiß noch als wäre es gestern gewesen, dass ich damals dachte: „Aha, so läuft das also. Erst wenn ein Junge beweisen kann, dass er ein ordentliches Butterbrot machen kann, wird er in die Familie aufgenommen und alle freuen sich. Logisch“

Wenn doch auch heute noch alles so leicht logisch erklärbar wäre 😉

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Kommentare zu: "Der Butterbroteignungstest" (7)

  1. *lol*
    Logisch! *gg* Dann hat meiner bestanden!

    Aber was ist mit mir? Ich bin da nicht so gründlich und schmiere mir den Brotaufstrich nicht bis in die letzte Ecke des Brotes… Da bleibt der Rand schon mal frei. Ich mag es nämlich nicht, wenn ich das Zeug am Finger habe 😛

  2. Da werden wir Kerle doch glatt wieder in eine Rolle gepresst, die gar nicht geht. 😛

    ER nimmt den Kampf mit wilden Kassiererinnen auf, kämpft sich durch den gefährlichen Strassenverkehr und schleppt seiner Holden EIGENHÄNDIG das erbeutete Essen ins Heim und SIE schmiert dafür das Brot.
    SO geht das

    Die Eltern waren bestimmt feministisch angehauchte 69er, die beklatschten, daß schon wieder ein heranwachsender Junge entmannt wurde. :mrgreen:

    • LOL, das ist ja mal eine psychodynamisch höchst interessante Erklärung. Danke für die Sicht der Dinge aus der Perspektive eines echten Mannes 😉

  3. Ich mag keine Butter. Ich würde da hoffnungslos durchfallen.

    Aber ich bin ja auch kein kerl. Glaub ich^^

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