… aus dem Leben einer Fairy

Lonely Nights

Seit der Idee, meine Freiheit und mein Leben zurückgewinnen zu wollen und ihrer prompten Umsetzung in Form der Trennung habe ich meinen Ex oder seine Gesellschaft aus verschiedenen Gründen seit über einem halben Jahr keinen Tag vermisst…. nicht einen Tag.

Aber es gibt ja nicht nur den Tag..nicht nur die hellen Stunden… nicht nur die Momente in denen man abgelenkt ist.
Leider ist da ja auch noch die Nacht.
In der ersten Zeit nach der Trennung habe ich nach langer Zeit wieder wunderbar geschlafen, endlich wieder mein Bett nur für mich und den Kater, super. Niemand der schnarcht, sich ständig umdreht oder mit seinem viel zu großen Körper meinen Lattenrost zerbricht. Niemand den es stört wenn ich noch lesen will im Bett. Ich konnte das richtig genießen. Allein sein. Allein schlafen. Ruhe.

Und irgendwann kam sie…die Sehnsucht.

Hat mich eiskalt erwischt. Völlig unerwartet.
Und ich hatte gedacht ich wäre glücklich. Und ich dachte es ginge mir gut.
Ich war mir so sicher dass ich gern alleine bin. Ihn habe ich nicht vermisst.
Aber irgendwas schon.

Ich habe gar nicht bemerkt dass ich plötzlich immer weniger schlafen konnte, immer später eingeschlafen bin, immer früher aufgewacht. Irgendwann kamen die Nächte in denen an Schlaf nicht einmal mehr zu denken war. Und mir wurde klar.. ok, so glücklich bist du offenbar doch nicht. Oder?

Was ist es das mich nicht schlafen lässt? Ist es wirklich die simple körperliche Nähe einer menschlichen Person? Einschlafen und Aufwachen mit jemandem?
Platonische Übernachtungsexperimente mit verschiedenen Personen ergaben, dass es das nicht sein kann. Auch nach Stunden konnte ich eng an gute Freunde oder Freundinnen gekuschelt kaum Schlaf finden. Dieser Faktor der simplen körperlichen Nähe war für mich damit ausgeschieden und die Überlegung mir einfach jemanden zum Übernachten zu mieten hatte sich erledigt.

Ich habe weitere Experimente vermieden, da mir auch nicht jedes Mittel für guten Schlaf gerechtfertigt erscheint (einmalige körperliche Interaktion muss nicht, wahrscheinlich werde ich alt oder sogar erwachsen). Habe mich mit der Schlaflosigkeit abgefunden. Habe in den Nächten mehr oder weniger produktiv gearbeitet und gelesen. Bin irgendwann doch immer erschöpft eingeschlafen, zwei Stunden Schlaf sind immer noch besser als gar keiner.

Und was soll ich sagen, kaum habe ich das Nachdenken und Experimentieren aufgegeben schlafe ich seit einigen Tagen wieder. Ohne Schlafmittel, ohne Alkohol oder sonstige Hilfsmittel. Teilweise richtig gut. Und tief. Und ich wache gut gelaunt und ausgeschlafen auf. Heute habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einige Seiten am Stück lesen können. Eine Leistungssteigerung um nahezu 100% im Vergleich zur letzten Zeit.

Wie einfach manchmal doch die Lösung ist… 😉

Vielen Dank für das Foto an monstropolis

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