… aus dem Leben einer Fairy

Da ich nach der OP wie bereits erwähnt viel Zeit im Bett und damit fast automatisch im Twitterversum verbracht habe und teilweise immer noch verbringe, kommt meine Familie einige Male am Tag an meinem Bett vorbei geschlichen, bringt Nahrungsmittel vorbei und schaut mich verständnislos an (ganz so schlimm ist es momentan übrigens nicht mehr *lach*).

Das könnte zum Einen daran liegen, dass ich mich an Dauerbeschallung aus In-Ear-Kopfhörern gewöhnt habe (btw nicht für den Straßenverkehr oder irgendeine Tätigkeit geeignet, bei der man etwas von der Umwelt hören will!!). Zum anderen hängt es aber sicherlich daran, dass ich auf Unterhaltung mit meiner realen Umwelt manchmal wenig Wert lege. Immer die gleiche Frage wie es dem Bein geht und ob das Essen ok war und warum ich vor mich hinstarre wie ein Zombie, usw. Da bin ich lieber in der Timeline und erfahre was andere so machen. Manchmal ist es ein bisschen als würde man bei Nachbarn spionieren, die eben zu diesem Zweck die Vorhänge offen haben. Perfekt freiwillig bedienter Voyeurismus könnte man denken, aber für mich ist es mehr.

Seit die Avatare meiner Timeline zu wirklichen Menschen geworden sind, mit denen man durchaus mehrere Stunden sprechen und sich real treffen kann zum Kaffee oder auf ein Bier oder einen Sekt (je nach Follower und Tageszeit) ist es für mich eher ein Freundeskreis geworden. Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass Twitter nicht die Realität (oder die physikalische Welt) ersetzen kann und soll, aber für mich ist es momentan ein Teil meiner Realität und sogar meiner physikalischen Welt.

Beim Eurovision Song Contest und jetzt bei der WM habe ich eine weitere Qualität und lustige Eigenschaft von Twitter entdeckt… man zelebriert gemeinsam..auch wenn man tausende von Kilometern weit entfernt ist fühlt es sich manchmal an, als hätte man 30 Menschen in seinem Wohnzimmer die wild durcheinander „zwitschern“ , sich gemeinsam freuen, sich gemeinsam ärgern, die gemeinsam richtig schön lästern können über die Außenwelt, über ein TV-Ereignis, über Personen des öffentlichen Lebens. Ich fühle mich manchmal wie an einem Stammtisch 

Was mir auch immer wieder gut gefällt ist die besondere Sprache. Abgesehen von Abkürzungen (ich sag nur googeln googeln googeln) werden viele sogenannte „hashtags“ (Wörter mit # davor) verwendet, entweder um Bezug zum vorher Gesagten herzustellen oder auch um Bezüge zu bestimmten Themen herzustellen (ähnlich wie eine gemeinsame Überschrift) oder dem Tweet noch einen besonderen Anstrich zu verleihen, hierin liegt häufig viel Humor, oder auch System.

Beliebt auf der ganzen Twelt sind beispielsweise immer wieder Themen wie „#theuglyfriend“ „#fourwordsthatgetmesex“ „#fourwordstosayduringsex“ oder andere Four Words Tags…Hier wird lustig und kreativ getwittert, aber auch einfach dreist geklaut und kopiert. Woher ein ursprünglich wirklich lustiger Kommentar gekommen ist weiß man oft nicht mehr nachdem er hundertmal erschienen ist.

So.. das war´s vorerst mit den allgemeinen Timelinebeobachtungen meinerseits…..

Ach ja, und Wale sind bei Twitter nie gut 🙂 #nurmalso

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