… aus dem Leben einer Fairy

Ein weiteres Kapitel meiner Timelinegeschichte: ehrlich gesagt geht es weniger um Sex (biologische Geschlechter) als viel eher um Gender (also soziale Geschlechter). Ich fand es als Titel einfach plakativer mit Sex zu werben als mit Gender , because you know: SEX sells 😉

Da ich im Real Life sowohl mit Frauen als auch mit Männern interessante Erfahrungen gemacht habe, dachte ich anfangs eigentlich nicht einmal daran, Frauen zu folgen. Das konnte nur in Zickenkrieg ausarten (Ja, ich war auf einer Mädchenschule).

Männer waren ohnehin viel schneller dabei, mir zu folgen als Frauen. Als kleinen Test (nicht sauer sein liebe Follower) hatte ich ein Foto von mir (dunkelhaarig) und meiner blonden Freundin als Avatar (hat nix mit blauen Männchen zu tun, so heißen die Profilbilder) gewählt. Tatsächlich fragten die meisten meiner geschätzten Verfolger spätestens in ihrer dritten Nachricht an mich, welche von beiden ich sei. Um der Wahrheit die Ehre zu geben hat die Antwort einige schon sehr enttäuscht.

Es gab auch viele die das überhaupt nicht gestört hat und ich habe trotz meiner Bettlägerigkeit den ein oder anderen virtuellen „Flirt“ genossen. Das hat mal wieder gut getan, Komplimente zu lesen und das Gefühl zu haben, dass man zwar momentan nicht als Körper, aber auf jeden Fall als Geist gemocht wird: Streicheleinheiten für die Seele *seufz*

Da Frauen in meiner Timeline dann doch nach und nach auftauchten, war ich sehr überrascht dass diese durchgehend sehr nett , hilfsbereit und kollegial sind. So konnte ich mein Mädchenschulezickentrauma einmal mehr gut überwinden. Man unterstützt sich, spendet sich gegenseitig Trost, postet regelmäßig solche Dinge wie „motivationstweets“ oder „krafttweets“ die wie ein kleines Schultertätscheln oder auch wie eine kleine Umarmung wirken können. Very supporting und I like it 🙂

Mit manchen Leuten habe ich mich so gut verstanden dass wir ICQ Nummern oder Skype Namen ausgetauscht haben d.h. der Kontakt ging in diesem Moment über die Timeline hinaus. Erst in diesem Moment ist mir aufgefallen, dass es einigen dort so gehen muss, denn manche Tweets waren nicht wirklich selbsterklärend oder mit Insiderwissen versehen, das man nur hat, wenn man sich außerhalb unterhält.

Andererseits wurde mir auch plötzlich klar, dass es ja auch eine Gefahr darstellt, hier einfach Kontaktdaten rauszugeben. Wie bei „Shane Dawson“ hat man das Gefühl die Leute zu kennen, aber ist das wirklich der Fall?

Andere Twitterer gehen die ganze Sache genau umgekehrt an. Sie machten mir von ersten Augenblick an klar, dass sie sich für ihre Timeline rein virtuell interessieren und mehr nicht. Sie wollen nichts über andere wissen oder sich austauschen, sie wollen nur ihre schlechte Laune an der virtuellen Welt abreagieren und eventuell noch ein paar Informationen einstreuen. Mittlerweile verstehe ich mich aber lustigerweise sogar mit den meisten dieser Vertreter ganz gut.

Ich muss wirklich sagen, dass mein Leben in der Timeline meine Meinung von Menschen und von Twitter entgegen meinen Befürchtungen bisher eher verbessert als verschlechtert hat 🙂

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