… aus dem Leben einer Fairy

Okay..ich war also ein Zwitschervogel Twitterer über Nacht. Auf meine erste Anfrage antwortete der von mir exklusiv „gestalkte“ Shane Dawson sogar, seitdem allerdings nie wieder, und warum folgt der mir eigentlich nie zurück?? was im Nachhinein auch kein Drama ist.

Ich fing an, mich mit Twitter etwas näher zu beschäftigen da ich schonmal da war (ich hab ja Zeit), schaute mir verschiedene Profile an und die „Tweets“ dahinter, soweit nicht verschlüsselt.

Einigen Leuten folgte ich aus Interesse, anderen aus Neugier, manche folgten plötzlich mir, und ich fing an , ein echtes Mitglied dieser Twittersache Community (im Prinzip eine Art jeder für sich und doch alle zusammen) zu werden, wo ich doch eigentlich nur Zaungast einer Person sein wollte.

Manche meiner Follower waren sehr nett und berieten mich bei den essentiellen Problemen der Anfangszeit z.B. OMG (= oh my God, musste ich wieder googeln) wo sind die Umlaute beim IPod? Oder WTF sind eigentlich diese DMs? Und warum dürfen wir alle einfach schreiben wo wir Lust zu haben, ich dachte Twitter wäre was für Celebrities? Und geht es hier um chatten (miteinander kommunizieren) oder microblogging (Minimonologe) oder was?

Schnell stellte sich für mich heraus, dass Twitter eine Mischung aus Monologen im SMS Format, philosophischen und weniger philosophischen Ergüssen, Witzen und Zitaten, Meinungsbekundungen, Bitten, Informationen, freundschaftlichen Unterhaltungen, Flirten, sozialen Gesten, Streitereien, Necken, Tipps und Tricks rund um Essen, Trinken, Technik und was auch immer man sonst gern haben möchte, was sich ergibt und so vielem mehr ist. Meine „Twelt“ ist mittlerweile (nach gerade mal ein paar Wochen) so etwas wie ein Freundeskreis für mich geworden….

Ich mag allein schon das Ritual, morgens die Timeline zu öffnen und zu schauen wer schon wach bzw. „on“ ist, wer also bereits am frühen Morgen für ein paar kleine „Zwitschereien“ bereit ist. Einen guten Morgen zu wünschen. Nach dem Befinden zu fragen und notfalls zu trösten oder getröstet zu werden. Das Gefühl zu haben, dass es manche Leute zumindest ansatzweise interessiert wie es mir geht. Ein zwei kleine Geplänkel zu führen, sich über den Tag auszutauschen, seine Gedanken loszuwerden, all das in 140 Zeichen.

In der letzten Zeit gab es in meinem Leben viele Tage an denen ich aufgewacht bin und mein Leben mir langweilig und aus verschiedenen Gründen unerträglich schmerzhaft vorkam und fast immer wenn ich in meiner Timeline ein paar aufmunternde Worte zu hören lesen bekam fühlte ich mich besser.

Phantastisch auch die Möglichkeit, Dinge im Stil von „Publikumsbefragung“ zu erfahren… Einfach mal ins weite Twitter-All gefragt kommen zu fast allem irgendwelche Antworten, die im Zweifel sogar nützlich und richtig sind (#Followerpower ;-)). Anfragen nach neuen WG-Mitbewohnern, Wohnungssuchen, Recherche von Musiktiteln, Jobsuche, das Finden von Mitgliedern für eine Band, Fragen rund ums Auto, Handyverkäufe,…alles kein Problem bei Twitter, denn die Follower können Tweets nicht nur lesen, sondern auch „retweeten“ also weiterleiten, wodurch wieder eine neue Gruppe an Mitgliedern angesprochen wird. Faszinierend! Wie ein Kettenbrief, nur wesentlich effizienter und effektiver…und weniger lästig…

Wenn man nämlich mal keine Lust hat: #twoff und weg.

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